Die Filmemacher Jan und Stephan Knüsel landeten mit ihrem Dokumentarfilm einen Überraschungserfolg in der Schweiz und Japan – und dies ganz ohne Fördergelder und Verleiher. Die Kurzdoku "Independent Spirits" zeigt wie einen alternativen Weg fürs Filmeschaffen abseits der Filmindustrie auf.
2011 machten sich die Brüder Jan und Stephan Knüsel daran, den Fussmarsch von Thomas Köhler durch das Japan nach dem Tsunami filmisch zu begleiten. Daraus entstand der Dokumentarfilm "Negative: Nothing", der in den letzten drei Jahren zu einem Publikumserfolg in der Schweiz und in Japan wurde. Selbst die Swiss Airlines zeigte die Doku für sechs Monate auf allen Langstreckenflügen.
Die Doku wurde von den beiden Brüdern im Alleingang produziert, finanziert und verleiht. Sie erhielten weder Fördergelder, noch fanden sie einen Verleiher. Die meisten Festivals zeigten kein Interesse. Einzig ihre Ersparnisse und eine leidenschaftliche Internet-Community machten den Film möglich.
Die Kurzdoku "Independent Spirits" zeigt die Geschichte hinter dem Dokumentarfilm auf und beweist, dass heute der traditionelle Weg des Filmeschaffens nicht unbedingt der richtige sein muss und dass die unabhängige Schweizer Filmszene lebendig und vor allem innovativ ist. (pd)
Video: zVg.