Bankenkritisches Theaterstück abgelehnt

Schauspielhaus Zürich - Sponsoren sollen interveniert haben.

"Das Ende vom Geld" heisst das neue Stück des Schweizer Autors Urs Widmer. Es spielt am WEF und kritisiert die Exzesse des Kapitalismus. Widmer wollte es am Schauspielhaus Zürich zur Aufführung bringen – doch Intendantin Barbara Frey lehnte es ab. Wie zwei unabhängige Quellen gegenüber der Zeitung "Der Sonntag" erklären, habe die Theaterleitung auf sanften Druck aus dem Sponsorenumfeld reagiert. Die drei wichtigsten Geldgeber der Zürcher Bühne sind die Credit Suisse, Swiss Re und die Migros. Der Präsident des Schauspielhauses, Bruno Bonati, war bis 2007 in der Geschäftsleitung der Credit Suisse. Nun wird das Theaterstück in St. Gallen gezeigt. Widmer findet es laut "Sonntag" schade, dass man das Stück in Zürich nicht wollte. Dort weist man offiziell zurück, dass die Sponsoren interveniert hätten. (Der Sonntag)