Die Jury des Deutschen Fernsehpreises hat am Dienstag in Berlin die Nominierungen für zwölf Kategorien bekannt gegeben. Für ihre Rolle als gestörte Tierärztin im Kieler Tatort "Borowski und die Frau am Fenster" wurde die gebürtige Bernerin Sibylle Canonica nominiert. Hoffnungen auf die Auszeichnung als beste Schauspielerin können sich ausserdem Barbara Auer und Ina Weise, Silke Bodenbender, Anja Kling und Ulrike C. Tscharre machen. Bei den Kollegen haben es Matthias Brandt, Bjarne Mädel, Misel Maticevic, Wotan Wilke Möhring sowie Ulrich Noethen auf die Kandidatenliste geschafft.
Als bester Fernsehfilm wurden "Das Ende der Nacht" (ARD), "Hannah Mangold & Lucy Palm" (Sat.1) und "Der letzte schöne Tag" (ARD) in nominiert. Um den Preis für den besten TV-Mehrteiler konkurrieren "Der Mann mit dem Fagott" (ARD), "Laconia" (ARD) und "Verschollen am Kap" (ZDF), wie die Jury am Dienstag in Berlin bekanntgab. Mögliche Preisträger in der Kategorie "Beste Serie" sind "Der Tatortreiniger" (NDR), "Borgia" (ZDF) und "Der letzte Bulle" (Sat.1). Zwei Drittel der Nominationen entfallen auf die öffentlich-rechtlichen Sender.
In den Kategorien "Beste Dokumentation" und "Beste Reportage" wurden unter anderem die ARD-Doku "Versicherungsvertreter" über den Unternehmer Mehmet Göker und die Undercover-Reportage von Günter Wallraff über den Paketzusteller GLS nominiert. Die Zweifel an den Arbeitsmethoden Wallraffs, die durch Aussagen ehemaliger Mitarbeiter aufgekommen waren, seien diskutiert worden, sagte Jury-Mitglied Klaudia Wick. An dem Wert der TV-Reportage bestünden aber keine Zweifel. Der Fernsehpreis wird seit 1999 verliehen. Die Preisverleihung findet am 2. Oktober in Köln statt. (sda)