Filmfortsetzungen und Mehrteiler boomen derzeit in Hollywood. Der Trend zu Filmreihen mit drei oder mehr Teilen bringt verschiedene Vorteile mit sich. Erfolgreiche, bestehende Filmteams erhalten mehr Einfluss und gleichzeitig können die Produzenten auch Kosten einsparen. So wurde beispielsweise bei Walt Disneys zweitem und drittem Teil von "Fluch der Karibik" streckenweise parallel gedreht und der Budgetaufwand dadurch deutlich reduziert, wie das Wall Street Journal berichtet. Auch die Schauspieler wurden stärker zusammengeschweisst, als das bei Einzelproduktionen üblicherweise der Fall ist.
Ein aktuelles Beispiel für gut funktionierende Filmteams ist die "Spider-Man"-Trilogie. Die Schauspieler und Regisseur Sam Raimi können sich theoretisch auch einen vierten Teil vorstellen -- allerdings nur wenn sie erneut zusammenarbeiten würden. Sony Pictures hofft offenbar sogar darauf, dass sich das Team noch ein weiteres Mal für Spider-Man 4 versammelt. "Ich hoffe, es geht mit den Leuten weiter, mit denen wir angefangen haben, denn das ist, was ich will und was das Studio will", sagt Amy Pascal, Co-Chairman von Sony Pictures Entertainment.
An vielen Ecken in Hollywood ist ein "Einer für alle -- Alle für einen"-Gedanke im Vormarsch, wo bestehende Teams zusammenhalten und langfristig zusammenarbeiten. Dennoch sind diese Vorgangsweisen bislang eher im TV-Bereich und bei Produktionen wie der Sitcom Friends oder den Simpsons üblich. Auf Seiten der Filmemacher gibt es auch Kritik an den Gruppen-Modellen. Die Zweifler gehen davon aus, dass die individuellen und persönlichen Interessen von Schauspielern und anderen Künstlern immer über dem kollektiven Wunsch, gemeinsam in einem Film mitzuwirken, stehen werden.

