10.09.2009

Sennentuntschi II

Cinésuisse verlangt unabhängige Untersuchung

Dachverband will Ungereimtheiten klären.

Die Cinésuisse, der Dachverband der Schweizerischen Film- und Audiovisionsbranche, will endlich Licht ins Dunkel des aktuellen Filmdebakels bringen. Der Verband möchte nun ermitteln lassen, welche Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Filmprojekt "Sennentuntschi“ der Kontraproduktion AG und dem Regisseur Michael Steiner aufgetaucht sind und was ihre Ursprünge sind. In einer Pressemitteilung vom Donnerstag bedauert der Verband, welche negativen Auswirkungen dieser Einzelfall schon heute auf die Filmförderung und die Filmbranche hat.

Cinésuisse habe bereits im Mai 2009 im Interesse des Schweizer Films das Bundesamt für Kultur aufgefordert, so schnell und transparent wie möglich über die Klärung sämtlicher Umstände und allfälliger Lösungen zu informieren, schreibt der Verband weiter. Ausserdem habe die Cinésuisse eine vorbehaltslose Prüfung der Abläufe im Förderprozess und des Krisenmanagements durch die Sektion Film gefordert. Seitdem seien mehr als drei Monate vergangen und die Situation habe sich nicht beruhigt, sondern weiter zugespitzt.

Nun wiederholt der Verband mit aller Dringlichkeit seine Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung der Abläufe und Prozesse in der selektiven Filmförderung. Nur so könne das notwendige Vertrauen in die Filmförderung wieder hergestellt und verhindert werden, dass der Schweizer Film bei den Budgetberatungen zum Spielball des Parlaments verkomme, heisst es in der Mitteilung abschliessend.


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