Daniel Schweizer gewinnt mit "Trading Paradise"

CH-Dokfilm-Wettbewerb - Migros-Kulturprozent ernennt "Raum" zum Thema der nächsten Austragung.

Das Gewinnerprojekt des vierten Schweizer Dokfilm-Wettbewerbs des Migros-Kulturprozent trägt den Titel "Trading Paradise". Der Genfer Regisseur Daniel Schweizer durfte den Preis am 24. Januar 2014 im Rahmen der Solothurner Filmtage entgegennehmen.

Die Realisierung des Gewinnerprojekts wird mit zusätzlicher Unterstützung der SRG vollumfänglich finanziert. Den fünften CH-Dokfilm-Wettbewerb 2014 lanciert das Migros-Kulturprozent zum Thema "Raum".

Das Sieger-Werk 
Daniel Schweizers Filmprojekt (Produktion: HesseGreutert Film, Zürich) widmet sich internationalen Rohstoffunternehmen wie Glencore Xstrata oder Gunvor, die ihren Sitz in der Schweiz haben und aufgrund von Umweltproblemen oder Bestechungsvorwürfen in die öffentliche Wahrnehmung gerückt sind. Anhand dreier konkreter Beispiele der Rohstoffgewinnung und des Rohstoffhandels in Afrika und in Lateinamerika beabsichtigt Schweizer, die "Chronik einer sich abzeichnenden Krise" zu schreiben, wie es im Untertitel zu seiner Filmidee heisst.

Den renommierten Filmemacher interessieren nicht nur die Konsequenzen des Rohstoffhandels für die lokale Bevölkerung und die Umwelt, sondern auch das Image der Schweiz, die aufgrund der Firmensitze erneut in den Fokus des internationalen Rechts gerät.

Mit seiner Idee, den Rohstoffhandel und damit eine für die Schweiz und ihr wirtschaftlich-politisches Selbstverständnis wichtige Frage in einem Dokumentarfilm anzugehen, überzeugte Daniel Schweizer die Jury.

Wettbewerbsthema 2014: "Raum" 
Das Migros-Kulturprozent schreibt zum fünften Mal seinen CH-Dokfilm-Wettbewerb aus - diesmal zum Thema Raum. Es lädt Schweizer Filmschaffende ein, sich in dokumentarischer Form mit dieser für die Schweiz aktuellen und gesellschaftlich relevanten Grösse auseinanderzusetzen.

Gesucht werden filmische Ideen, die sich in differenzierter und origineller Herangehensweise dem Thema Raum stellen. Es kann sich sowohl um eine Fragestellung des konkreten Raums handeln als auch um Denk-, Spiel- und Freiräume intellektueller, philosophischer oder spiritueller Natur, die über den Alltag, das Heute und das Reale hinausweisen. (pd)