Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner

SonOhr Festival - Alles war ein bisschen anders dieses Jahr – und trotzdem war es ein Festival. Vergeben wurden drei Preise.

Am Wochenende vom 26. bis 28. Februar 2021 hiess es: Radio an. Die 17 nominierten Hörstücke waren in den letzten drei Tagen verteilt auf sieben Radiostationen in der ganzen Schweiz zu hören. Die Stücke des nationalen Wettbewerbs stehen für die formale, inhaltliche und akustische Spannbreite des Schweizer Audioschaffens, wie es in einer Mitteilung heisst. Vergeben wurden neben einem Publikumspreis auch zwei Preise einer Fachjury:

  • «Pour la meilleure conception sonore»: Clara Alloing für «L’Été derrière la fenêtre», Jury-Preis der Stiftung für Radio und Kultur Schweiz SRKS, 2000 Franken.

  • «Beste Audio-Dokumentation»: Olmo Cerri für «Strani giorni», Jury-Preis des Schweizer Syndikats Medienschaffender SSM, 2000 Franken.

  • SonOhr-Publikumspreis: Lia Schmieder für «Ich dachte morgen sei immer», 2000 Franken.



Im Rahmen des Festivals wurden auch die beiden Gewinnerinnen des Audio-Förderpreises «kataylsatOhr» der Stiftung Radio Basel präsentiert. Er geht an die Journalistinnen Sarah Fluck und Vanessa Sadecky für ihr Podcastprojekt «Der Bluff: wie Behring die Schweiz betrog – und meinen Vater».

Doch ein richtiges Festival?

Das SonOhr Festival musste dieses Jahr ohne physisch anwesendes Publikum auskommen. «Wir haben das zum Anlass genommen, um mit Formaten zu experimentieren», wird Festival-Co-Leiterin Joséphine Métraux in der Mitteilung zitiert. «Denn ein reines Streaming-Festival kam für uns nicht in Frage.»

Während im Wettbewerb das gleichzeitige Hören am Radio im Mittelpunkt stand, versetzte das Rahmenprogram das Publikum in Bewegung. Auf der Website des Festivals waren Hörstücke und Podcasts mit Höranleitungen versehen, die das Hörerlebnis beeinflussen: Das Publikum war eingeladen die Stücke im Wald, an einer Tankstelle, beim Spaziergang durch die nächtliche Stadt oder zuhause auf dem Klo zu hören. Das Berner Publikum konnte das Rahmenprogramm auf Hörstationen in der in der ganzen Stadt verteilt via QR-Code abrufen. Ein besonderer Höhepunkt war das Online-Live-Hörspiel «Uhu digital».


Co-Leiterin Bettina Rychener blickt nach drei Festivaltagen zufrieden zurück: «Ich glaube, das Experiment ist gelungen: Wir haben das Publikum in Bewegung versetzt und neue Hörperspektiven ermöglicht.» (pd/cbe)