Der Preiskampf der Konsolenhersteller tobt. Nachdem mit Microsoft und Sony bereits im August zwei der insgesamt drei grossen Plattformbetreiber eine Preissenkung bei ihren Videospielsystemen Xbox 360 und Playstation 3 durchgeführt haben, zieht nun mit Nintendo auch der letzte Anbieter nach. Betroffen von dem in Expertenkreisen schon seit geraumer Zeit erwarteten Preisnachlass ist dabei die Nintendo Wii, die zurzeit meistverkaufte Konsole weltweit. Sie wird ab Sonntag, dem 27. September, in Japan statt bisher 25'000 nur mehr 20'000 Yen (rund 150 Euro) kosten.
Auch in den USA wird der Wii-Verkaufspreis von 250 auf 200 Dollar gesenkt. Einzig und allein für den europäischen Markt gibt es bislang noch keine entsprechende Ankündigung. "Zur Zeit ist für Europa noch nichts genaueres zu einer Preisreduktion bei der Wii bekannt", liess die österreichische Vertretung von Nintendo verlauten. Es werde aber nicht ausgeschlossen, dass noch diese Woche eine Meldung dazu präsentiert werden könnte.
Nintendo verbindet mit der aktuellen Preissenkung in den USA und Japan vor allem die Hoffnung, künftig mit seiner Wii-Konsole einen breiteren Kreis an Konsumenten ansprechen zu können. Neben dem deutlich reduzierten Preis soll dabei aber auch ein besonders interessantes Angebot an Game-Veröffentlichungen dafür sorgen, dass Nintendo im heiss umkämpften Weihnachtsgeschäft gegenüber der Konkurrenz von Sony und Microsoft nicht den Kürzeren zieht. "Unsere Untersuchungen zeigen, dass an die 50 Millionen Amerikaner darüber nachdenken, Videospieler zu werden. Mit der wesentlich leistbaren Preisvorstellung und unseren grossen Aufgebot an neuer Software wird der Sprung zum Gaming und zu einem ansprechenden Gaming-Erlebnis nun sicherlich leichter", gibt sich Cammie Dunaway, Executive Vice President im Bereich Sales und Marketing, in einem Statement überzeugt.
Mit den aktuellen Preissenkungen reagieren die Videospielkonsolenhersteller auch auf den zunehmenden Druck aus den Reihen der Spielehersteller. Diese hatten sich bereits Mitte August für eine Kürzung bei den Verkaufspreisen ausgesprochen, um auf diese Weise dem Absatzdesaster bei Videospielen entgegenwirken zu können. (pte)