Am Samstag kam erst sein neues Album "Blackstar" in die Läden – und nun ist er tot. Der britische Sänger David Bowie ist im Alter von 69 Jahren gestorben, wie auf seinem Facebook- und Twitter-Account am Montagmorgen mitgeteilt wurde. "David Bowie starb heute friedlich im Kreis seiner Familie, nach einem 18-monatigen Kampf mit dem Krebs", war dort zu lesen.
Bowies Sohn, der Regisseur Duncan Jones, schrieb auf Twitter, er sei sehr traurig sagen zu müssen, dass die Todesnachricht wahr sei. Dazu postete er ein altes Bild, auf dem zu sehen ist, wie er als Kleinkind auf Bowies Schultern sitzt. Der Sänger war mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet. Die Trauung hatte 1992 in Lausanne stattgefunden, wo Bowie damals ein Haus besass.
Very sorry and sad to say it's true. I'll be offline for a while. Love to all. pic.twitter.com/Kh2fq3tf9m
— Duncan Jones (@ManMadeMoon) 11. Januar 2016Der Brite hatte erst in der vergangenen Woche ein neues Album herausgebracht: "Blackstar" erschien am Freitag - an Bowies 69. Geburtstag.
Konzerte auch in Montreux und Zürich
David Bowie gehörte zu den grössten und einflussreichsten Musikern der vergangenen Jahrzehnte. Im Laufe seiner Karriere hatte er sich immer wieder komplett neu erfunden. Sein erfolgreiches Alter Ego Ziggy Stardust gab er bereits in den 70er Jahren auf.
Aufsehen erregte der Musiker immer wieder mit seinen Konzerten. Auch in der Schweiz begeisterte er das Publikum, so am Montreux Jazz Festival und in Zürich, wo er 2003 das ausverkaufte Hallenstadion zum Sieden brachte.
Weltweite Trauer
Bowie kam am 8. Januar 1947 im Südlondoner Stadtteil Brixton zur Welt. Zu seinen berühmtesten Liedern gehören "Let's Dance", "Heroes" und "Life on Mars". Bowie trat seit Jahren nicht mehr live auf. 2013 überraschte er, als er an seinem 66. Geburtstag nach langer Pause plötzlich neues Material veröffentlichte.
David Bowie was one of my most important inspirations, so fearless, so creative, he gave us magic for a lifetime.
— KANYE WEST (@kanyewest) 11. Januar 2016Unmittelbar nach der Nachricht über den Tod äusserten sich Prominente in aller Welt bestürzt. Musiker Kanye West twitterte: "David Bowie war eine meiner grössten Inspirationen, so furchtlos, so kreativ." Schauspieler Russell Crowe schrieb bei dem Kurznachrichtendienst: "Ich habe deine Musik geliebt. Ich habe dich geliebt. Einer der grössten Unterhaltungskünstler, der je gelebt hat."
PM: I grew up listening to and watching the pop genius David Bowie. He was a master of re-invention, who kept getting it right. A huge loss.
— UK Prime Minister (@Number10gov) 11. Januar 2016Auch Grossbritanniens Premierminister David Cameron betrauerte am Montag den Tod des legendären Sängers: "Ich habe beim Aufwachsen das Popgenie David Bowie gehört und gesehen. Er war ein Meister der Neuerfindung, der es immer wieder richtig getroffen hat. Ein riesiger Verlust." (sda)
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