Herr Rosa, gestern fanden zum 3. Mal die Swiss Music Awards statt. Was ziehen Sie für eine Bilanz?
Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Wir haben einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Der Schiffbau hat sich als die optimale Location für den diesjährigen Event erwiesen.
Die Medienaufmerksamkeit war riesig, der rote Teppich unendlich lang. Aber: Ist denn auch Interesse von Seiten des Publikums da? Der "Tages-Anzeiger" zählte vor der Halle gerade mal 15 Fans.
Da wurde wohl falsch gezählt. Wie dem auch sei, die Medien würden nicht in diesem grossen Ausmass über die Veranstaltung berichten, wenn das Interesse nicht entsprechend gross wäre.
Ins Programm schlich sich eine riesige Panne ein: Sängerin Ke$ha liess mit ihrem Auftritt über eine Viertelstunde auf sich warten. Wie kann so etwas passieren?
In einer Live-Produktion kann immer etwas schief gehen. Wir mussten den Auftritt von Ke$ha während der Show vorverschieben. Das konnten wir nicht wie gewünscht umsetzen. Marc Sway hat in dieser Situation grosse Courage bewiesen und damit für ein emotionales Highlight gesorgt.
Angeblich erfolgte die Programmumstellung, weil Ke$ha ihren Flieger erwischen musste. Sind die Swiss Music Awards zu wenig wichtig?
Ich verstehe den Zusammenhang Ihrer Frage nicht. Wir sind sehr glücklich, dass wir die aktuelle Nr. 1 der Schweizer Charts und derzeit meist besprochene Künslerin für die Swiss Music Awards gewinnen konnten.
Das Moderationsduo Fritsche und Winiger vor allem Marco Fritsche rettete bravourös. Wie beurteilen Sie seine Leistung?
Melanie und Marco haben in einer undankbaren Situation ihre grosse Klasse bewiesen. Sie haben einen super Job gemacht, während der gesamten Verleihung.
Was haben Sie nach der Show zu ihm gesagt? Das ist ja für einen Moderator der Super-GAU.
Ich habe mich bei Melanie und Marco für den tollen Job bedankt. Es macht Spass mit den beiden zusammen zu arbeiten.
Haben die Pannen zu Problemen bei der fernsehtechnischen Aufbereitung geführt?
Nein, aber sie haben uns in unserer Entscheidung bestärkt eine Aufzeichnung für den Folgetag zu produzieren.
Und zum Schluss ganz generell: Was werden Sie im nächsten Jahr anders machen?
Es ist zu früh um über allfällige Änderungen nachzudenken. Das ganze Team hat hart gearbeitet. Nun gönnen wir uns erstmal eine schöpferische Pause.
(Interview per Mail: Adrian Schräder//Weitere Informationen zum diesjährigen Event finden sie hier)

Gewann den Jury Award 2010: Die Zürcher Rapperin Big Zis (Bild: photopress).

