Der Zwingli-Boom hält an. Der Film über den Schweizer Reformator, der genau vor 500 Jahren am Zürcher Grossmünster predigte und damit die Reformation auslöste, hat mittlerweile über 40'000 Zuschauer erreicht. Damit liegt «Zwingli» im Wochenend-Ranking der Schweizer Kinos unangefochten vor dem «Hollywood»-Thriller «Glass» und dem britischen Kostümdrama «Mary, Queen of Scots» an der Spitze.
Dies ist – laut Insidern – trotz der massiven Berichterstattung überhaupt nicht selbstverständlich. «Zwingli»-Produzentin Anne Walser ist über diesen Erfolg sehr glücklich, wie sie gegenüber persoenlich.com erklärte. Auch ausserhalb von Zwinglis Wirkungsstätte Zürich stosse der Film auf grosses Interesse und sogar stehende Ovationen. So auch in katholischen Gebieten, wo die Produktion am vergangenen Wochenende in vollen Sälen gezeigt wurde.
Walser zeigt sich auch über den Publikumsandrang junger Leute begeistert. Der Erfolg des Films beweise, dass Zwinglis Wirken bis heute Einfluss auf die Gesellschaft habe. Im Drehbuch von Simone Schmid wird – laut Walser – auf «berührende und zeitgemässe Weise» eine Zeitspanne von zwölf Jahren abgehandelt.
Boom auf Schweizer Produktionen
Momentan ist das Schweizer Filmschaffen ganz hoch im Kurs. Michael Steiners Komödie «Wolkenbruch» hat bislang rund 260'000 Zuschauer in der Schweiz begeistert. Bei den «Zwingli»-Machern ist man nach dem Anfangserfolg zuversichtlich, dass man die 200'000er-Marke erreichen wird. Zumal «Wolkenbruch» beim Startwochenende leicht weniger Zuschauer hatte als «Zwingli». Es zeige aber auch, dass in der Schweiz grosses Interesse an hintergründigen und berührenden Filmstoffen bestehe, so Walser abschliessend. (ma)