Wie CH Media berichtet, kürzt das Bundesamt für Kultur (BAK) den Beitrag an das Zurich Film Festival (ZFF) für die Periode 2027 bis 2029 um 20'000 Franken; das Geld fliesst stattdessen ans Festival International du Film Alpin des Diablerets (Fifalp). Präsidiert wird dieses seit März 2025 vom ehemaligen SRG-Generaldirektor Gilles Marchand, der zudem seit Oktober 2024 im Verwaltungsrat des Filmfestivals Locarno sitzt, das mit 1,73 Millionen Franken pro Jahr den grössten Anteil der Fördergelder erhält.
Bereits während des Locarno Filmfestivals war die Kürzung informell bekannt, offiziell publiziert wurde der Entscheid erst Ende August; ZFF-CEO Christian Jungen kritisiert, er habe keine offizielle Begründung erhalten.
In der Filmbranche ist von einer «Genfer Mafia» um BAK-Direktorin Carine Bachmann die Rede: Zwei der drei Kommissionsmitglieder, die den Entscheid empfahlen, stammten aus Genf, darunter die Programmverantwortliche des Geneva International Film Festival (Giff), das mit 120'000 Franken gefördert wird. Seit Bachmanns Amtsantritt 2022 werden die Namen der Kommissionsmitglieder zudem nicht mehr veröffentlicht. Bachmann kontert, sie habe sich «nie negativ über die Qualität des Festivals geäussert», zumal rund ein Zehntel der gesamten Fördermittel ans ZFF fliesse; Marchand spricht von «haltlosen Behauptungen». (nil)