Forscher suchen Grab von da Vincis Muse

"Mona Lisa" - Krypta aus dem 16. Jahrhundert entdeckt.

Wer wirklich für Leonardo da Vincis "Mona Lisa" Modell gesessen hat, soll jetzt in Florenz geklärt werden. In der toskanischen Metropole suchen Forscher vom 27. April an das Grab der Lisa Gherardini Del Giocondo (1479-1542), die Leonardo inspiriert haben soll. Die Forscher hoffen, DNA-Spuren und den Schädel der Florentinerin zu finden, wie italienische Medien berichteten. Dann könnten sie das Gesicht der Edeldame rekonstruieren.

Das Grab soll sich beim ehemaligen Kloster "Sant'Orsola" in Florenz befinden. Ein Bodenradar hat dort eine unterirdische Krypta entdeckt, die vermutlich Gräber aus dem 16. Jahrhundert enthält. Die dort eventuell nachweisbare DNA der Toten soll dann mit dem Erbgut der beiden Kinder von Lisa Gherardini abgeglichen werden. An der Untersuchung im Auftrag des Nationalkomitees für Kultur beteiligen sich Geologen, Anthropologen und Kunsthistoriker. Ob sich die Gebeine von Lisa Gherardini wirklich in dieser Krypta befinden, ist allerdings offen. Beim Bau eines unterirdischen Parkplatzes in den 1980er Jahren könnten die Knochen verschleppt worden sein, berichtete die Zeitung "La Stampa".

Leonardos Meisterwerk im Pariser Louvre sorgt immer wieder für Spekulationen. Erst im Februar hatte der Italiener Silvano Vinceti behauptet, für das Porträt der Frau mit dem berühmten Lächeln habe ein Mann Modell gesessen. (sda)