19.05.2010

"24"

Für Jack Bauer schlägt letzte Stunde

Aus für innovative Echtzeit-Serie mit Kiefer Sutherland.

Das waren die längsten acht Tage der Fernsehgeschichte: Die explosive Thriller-Serie "24", die in Echtzeit pro Staffel jeweils einen einzigen Tag im Leben des Anti-Terroragenten Jack Bauer zeigte, geht zu Ende. Die letzte Folge wird am Montag, 24. Mai, auf dem US-Sender Fox ausgestrahlt. "Das war die Rolle meines Lebens", sagte Hauptdarsteller Kiefer Sutherland, der auch als Produzent fungierte. "Auch wenn das Ende bittersüss ist, wollten wir lieber dann aussteigen, wenn wir ganz oben sind", erklärte der 43-Jährige.

"24" war im Herbst nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf Sendung gegangen und profitierte thematisch von den Ängsten der Amerikaner vor Terror und Anschlägen in ihrem Land. Das Konzept schlug ebenfalls ein wie eine Bombe: Sogenannte Splitscreens erlaubten den Zuschauern mehrere Handlungsstränge gleichzeitig zu verfolgen. Eine Digitaluhr zeigte auch während der Werbepausen an, dass der Hauptjob des Agenten der fiktiven Anti-Terror-Einheit CTU der Wettlauf gegen die Zeit war.

Sutherland alias Jack Bauer musste nach dem Willen des Drehbuchautors Howard Gordon viel aushalten: chinesische Kidnapper, Folter, Auto-Unfälle und eine launische Tochter im Teenager-Alter. Oft stand das Leben eines US-Präsidenten auf dem Spiel. Die Kritiker waren begeistert, die konstant hohen Einschaltquoten bewiesen, dass immer mehr Fans der Serie vor den Bildschirmen klebten. Die Show wurde mit zahlreichen Emmys, den begehrten Film- und Fernsehpreisen, ausgezeichnet.

Dass für Jack Bauer noch nicht die letzte Stunde geschlagen hat, steht fest. Die achte Staffel spielt in New York, wo er gegen Terroristen eines fiktiven Landes namens Kamistan kämpfen muss, die mit einer Atomwaffe ganz Manhattan auslöschen wollen.

"Es wird keinen Cliffhanger gaben. Wir werden ganz sicher wissen, wo Jack steht und wohin sein Leben führt", versprach der Schauspieler. Und Jack Bauer bekommt noch eine weitere Chance: Sutherland und Gordon planen bereits eine Kino- Version von "24", die dann jedoch zwei Stunden dauern soll. Sie hoffen auf eine grössere kreative Freiheit. "Plötzlich wird Jack in ein Flugzeug steigen und von Südamerika über Russland nach England fliegen können und trotzdem noch Zeit haben, Washington zu retten", sagte Gordon. Die Dreharbeiten beginnen möglicherweise noch diesen Sommer. (sda)


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