Fürstenhaus verärgert über Grace-Kelly-Film

Monaco - Änderungsforderungen nicht berücksichtigt.

Monacos Fürstenfamilie ärgert sich über den neuen Film "Grace of Monaco" mit Nicole Kidman in der Rolle als junge Grace Kelly. Die Produktion sei keine Filmbiografie, sondern eine "unnötig glamourisierte" Geschichte, teilte der Hof in Monaco mit. Mit offener Kritik wehren sich Fürst Albert von Monaco und seine Schwestern gegen den Film über ihre Mutter Grace. Viele Szenen seien historisch ungenau und reine Fiktion, erklärte der Fürstenpalast. Der Film "Grace of Monaco" sei "auf keinen Fall". biografisch.

Der Hof distanziert sich nicht nur vom Film, man wehrt sich auch gegen einen Artikel in der französischen Wochenzeitung "Paris Match", in dem der Regisseur des Films, Olivier Dahan, angedeutet hätte, das Fürstenhaus würde inhaltlich zu dem Film stehen. Der Palast sei über das Drehbuch erstaunt gewesen und habe im Vorfeld zahlreiche Vorschläge zu inhaltlichen Veränderungen gemacht, heisst es in der Mitteilung weiter.

Pierre-Ange Le Pogam, Produzent der 15-Millionen-Dollar-Produktion, nimmt's gelassen: "Wir haben etliche Bemerkungen des Palastes berücksichtigt, allerdings nicht alle", sagte er er französischen Zeitung "Le Parisien". (bild.de/Bild am Sonntag)