"Giulias Verschwinden", der erfolgreichste Schweizer Film des letzten Jahres, hat auch bei den Nominationen für den Schweizer Filmpreis abgeräumt. Die Mitglieder der Filmakademie nominierten den Streifen in fünf Kategorien. Die Komödie zum Thema Altern ist im Rennen um den Quartz für den besten Film, das beste Drehbuch (Martin Suter), die beste Darstellerin (Sunnyi Melles), den besten Darsteller (Bruno Ganz) und die beste Filmmusik (Balz Bachmann) . Dies wurde am Mittwoch an der Nacht der Nominationen in Solothurn bekannt.
Sehr gut behauptete sich der Tessiner Film "Sinestesia", der in drei Kategorien Nennungen erhielt: fürs beste Drehbuch (Eric Bernasconi), die beste Hauptdarstellerin (Melanie Winiger) und das beste Nachwuchstalent (Giorgia Würth). Ansonsten verteilten die Mitglieder der Akademie die mit Preisgeldern verbundenen Nominationen ziemlich ausgeglichen. In je zwei Kategorien nominiert wurden "Die Standesbeamtin", "Coeur animal", "Complices" und "The Sound of Insects".
Bei der Bekanntgabe der Nominierungen war auch Bundesrat Didier Burkhalter zugegen. Er räumte bei seinem ersten offiziellen Kontakt mit der Filmbranche freimütig ein, dass sein Interesse bislang der Politik und dem Film, weniger der Filmpolitik gegolten habe. "Es gibt für mich noch praktisch alles zu entdecken an der Filmpolitik", erklärte Burkhalter am Mittwochabend in Solothurn. Den Branchenvertretern vor Ort versprach er insbesondere hinsichtlich des Konzeptes für die Filmförderung in den Jahren 2011-2013 eine offene Debatte. Als noch "junges Pflänzchen" müsse die Filmförderung gestärkt und näher an den "Realitäten der Filmemacher" sein. Burkhalter plädierte ausserdem für Vielfalt in der Förderung. (sda)