Jimmy Wales, Gründer und treibende Kraft hinter der erfolgreichen Online-Enzyklopädie Wikipedia, hat die Öffentlichkeit über einen Blog-Eintrag über die Einstellung der Community-Suchmaschine Wikia Search informiert. Das ursprünglich als "potenzieller Google-Killer" gehandelte Projekt habe "nicht den Erfolg gebracht, den wir uns eigentlich erhofft haben", begründet Wales den aktuellen Schritt.
Mitverantwortlich für das Aus von Wikia Search sei auch das schlechte Wirtschaftsumfeld. "In einer anderen Wirtschaftslage würden wir die Finanzierung für Wikia Search auf unbestimmte Zeit verlängern", betont Wales auf seiner Homepage. Persönlich hänge er nämlich sehr stark an dem Suchmaschinenprojekt. "Fürs Erste bleibt uns aber nichts anderes übrig, als die Tore zu Wikia Search zu schliessen und unseren Fokus sowie die entsprechenden Ressourcen an andere Wikia-Projekte umzuleiten", so Wales.
Wikipedia-Gründer Wales zufolge könnten die Fördermittel von Wikia Search nun anderen Projekten wie etwa der Frage-und-Antwort-Webseite Wikianswers zugeführt werden. Diese habe seit ihrem Relaunch im vergangenen Februar ein "gewaltiges Wachstum" verzeichnet. "Wir werden künftig mehr Zeit in dieses Projekt investieren", kündigt Wales an und ruft die Nutzerschaft gleichzeitig dazu auf, sich zahlreich an der Weiterentwicklung des Portals zu beteiligen. (pte)