Sechs Bundeskriminalpolizisten reisten letzten Herbst auf 1500 Meter ins Prättigau. Sie führten dort eine Hausdurchsuchung durch und beschlagnahmten Laptop und Handy von Maria Pinardi, die in den Neunzigern Moderatorin bei SRF und Journalistin bei «10 vor 10» war, wie es in einem Bericht der SonntagsZeitung heisst. Später war die heutige Kommunikationsberaterin Verwaltungsrätin in Medienunternehmen, coachte unter anderem private Fernseh-Stationen wie Tele Top und Tele Ostschweiz. Mit der Hausdurchsuchung hätten die Polizisten dem Medienbericht zufolge ein Rechtshilfeersuchen von Liechtenstein ausgeführt.
Dahinter stecke aber lediglich eine lokale Politaffäre im Ländle: Eine Ministerin habe die frühere SRF-Moderatorin für die Durchführung von Veranstaltungen zur Frauenförderung engagiert. Vaduz ermittelt, ob dieses Geld hätte privat bezahlt werden müssen statt aus der Staatskasse. Dabei geht es um lediglich 31’500 Franken. Experten halten das «massive Vorgehen» für «grotesk», wie es im SoZ-Bericht weiter heisst. (pd/tim)