Hollywood-Diva ein Tag nach ihrem Tod beigesetzt

Liz Taylor - Letzte Ruhestätte auf dem Prominentenfriedhof Forest Lawn.

Elizabeth Taylor ist am Donnerstag auf dem kalifornischen Prominentenfriedhof Forest Lawn beigesetzt worden, wo auch ihr enger Freund Michael Jackson ruht. An der einstündigen Trauerfeier nahmen 50 Familienangehörige und Freunde der Schauspielerin teil. In fünf schwarzen Limousinen waren die Trauergäste auf dem Friedhof eingetroffen. Dutzende Schaulustige warteten vor dem Eingang. Die Beerdigung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Reporter und Fotografen wurden vom Eingang ferngehalten, ein weisses Zelt schützte die ankommenden Trauergäste vor den Blicken Neugieriger.

Der Gottesdienst begann etwa 15 Minuten später als angegeben - entsprechend einem Wunsch Taylors, wie ihre Agentin, Sally Morrison, sagte. Die Schauspielerin habe verfügt, dass jemand rufe: "Sie wollte sogar zu ihrer eigenen Beerdigung zu spät kommen."

Veilchen und Maiglöckchen

Während der Trauerfeier trugen der Schauspieler Colin Farrell und Familienmitglieder Gedichte vor. Einer ihrer Enkel spielte "Amazing Grace" auf der Trompete, wie die Agentin weiter sagte. Der mit Veilchen und Maiglöckchen geschmückte Sarg sei dann im Mausoleum des Friedhofs unter der Skulptur eines Engels beigesetzt worden. Die Hollywood-Legende hat damit ihre letzte Ruhestätte in der Nähe von Popstar Michael Jackson gefunden. Der Sänger, ein guter Freund Taylors, wurde dort im September 2009 in einem grossen Mausoleum bestattet. Auch Hollywoodstars wie Clark Gable, Jean Harlow und W.C. Fields sind auf dem traditionsreichen Friedhof begraben.

Taylor war am Mittwoch nach längerer Krankheit an Herzversagen gestorben. Vor der Hochzeit mit ihrem vierten Ehemann Eddi Fisher 1959 war sie zum Judentum übergetreten. Jüdischer Tradition zufolge muss ein Leichnam innerhalb von 48 Stunden beigesetzt werden. Statt um Blumen bat die Familie um Spenden für Taylors Aids-Stiftung.

Burton ruht in Céligny

Pläne für eine grössere Trauerfeier sollten zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. US-Medien hatten zuvor spekuliert, dass die Schauspielerin auf dem Pierce Brothers Westwood Village Memorial Park Cemetery in Los Angeles neben ihren Eltern beigesetzt werde. Dort sind auch Stars wie Marilyn Monroe, Dean Martin, Natalie Wood, Farrah Fawcett und Walter Matthau bestattet. Auch in Wales hätte die Diva ihre letzte Ruhe finden können. Die Familie von Taylors zweifachem Ehemann Richard Burton bot den Hinterbliebenen einen Platz im Burton-Familiengrab in Wales an.

Burton selbst war nach seinem Tod 1984 allerdings in der Nähe seines Hauses in Céligny GE beerdigt worden, wo er mit seiner vierten Ehefrau Sally lebte. Er habe einen Platz neben sich auf dem alten Friedhof reservieren lassen - "wir wissen aber nicht für welche seiner Gattinnen", erklärte die dortige Gemeindepräsidentin.

Gedenkminute am Broadway

Als Diva des alten Hollywood hatte die mehrfach oscargekrönte Schauspielerin Elizabeth Taylor längst nicht nur mit ihren rund 50 Filmen für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch mit einem schillernden Privatleben - sie trat acht Mal vor den Traualtar. Am Freitagabend wollten in New York alle Broadway-Theater ihre Lichter für eine Minute dimmen. Damit solle einer "legendären Bühnen- und Filmschauspielerin" gedacht werden, die auch am New Yorker Broadway aufgetreten war, teilten die Theater mit. (sda)