Homers fester Platz im kulturellen Gedächtnis

Trickfilm - Erfolgreiche TV-Serie feiert 25-jähriges Jubiläum.

Am 17. Dezember 1989 flimmerte die erste Folge der Zeichentrickserie "The Simpsons" über die amerikanischen Bildschirme. 25 Jahre und 561 Folgen später haben sich die gelben Männchen aus Springfield fest im kulturellen Gedächtnis verankert. Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie sind zu globalen Ikonen geworden.

Dies liegt vor allem daran, dass die Serie nie an Relevanz eingebüsst hat. Stets wurden und werden aktuelle Geschehnisse und Akteure in die Plots eingebaut. Ausserdem funktionieren die Folgen auf mehreren Ebenen: Sie sind rasant, unterhaltsam und lustig, regen aber genauso zum Nachdenken an. Sprich: Sie sprechen gleichsam Heranwachsende wie Erwachsene an.

Die von Matt Groening geschaffene Serie hat in der Popkultur einen solch hohen Ritterschlag, dass ein Gastauftritt dort als Ritterschlag gilt. Stars wie Lionel Richie, Justin Bieber, Ronaldo, die White Stripes, Metallica oder Aerosmith durften bereits in die gelbe Welt, die von der unsrigen gar nicht so weit entfernt ist, eintauchen.

Die Zutaten haben sich, wie die "NZZ" in ihrer Würdigung am Mittwoch richtig schreibt, in all den Jahren kaum verändert: Tragische Figuren werden mit Biss, Ironie und nicht selten mit einer gehörigen Portion Sarkasmus blossgestellt. Entsprechendes gilt ebenfalls für bedenkenswerte Entwicklungen der Gesellschaft wie die Gewaltverherrlichung, Selbstdarstellung, Alkoholismus, die Energieversorgung - Homer arbeitet seit 25 Jahren in einem Kernkraftwerk - oder die Verschuldung der Mittelschicht. Und eben: Jene Zuschauer, die die politischen und gesellschaftskritischen Seitenhiebe nicht wahrnehmen wollen, sind trotzdem happy. (as/NZZ/Bild)

Bild: Keystone