Eigentlich wollte er keine Homestory über sich. «Das interessiert doch keinen», sagt Peter Rothenbühler der «Schweizer Illustrierten». Schliesslich willigt er ein und zeigt sich ganz privat in seinem Ferienhaus im Jura. Genauso, wie viele Prominente vor ihm.
Als Chefredaktor der SI konnte er in den 90er-Jahren die Schweizer Promis überzeugen, Tür und Tor zu öffnen und ihr Zuhause der Öffentlichkeit zu zeigen – in der Küche, auf dem Sofa und im Schlafzimmer. Und die frisch gekürte Miss Schweiz in der Badewanne gehörte ebenso zum Markenzeichen der «Schweizer Illustrierten» – mindestens damals noch.
«Man sagt, ich habe den People-Journalismus in der Schweiz erfunden», sagt Rothenbühler in der SI. Und dieser Plan ging auf: Unter Rothenbühler, der soeben seine Memoiren veröffentlichte, stieg die SI-Auflage von 170'000 auf 245'000 Exemplare.
In der aktuellen Ausgabe zeigt er sich nun also auch ganz privat: Er sitzt auf dem Esstisch, saugt einen Töggelikasten sauber, karrt einen Buchsbaum durch den Garten, kocht Fondue – und legt sich in die Badewanne. Angezogen und mit Socken, wohlverstanden. (cbe)