Frau Grütter, Sie hören als Wettermoderatorin bei den CH-Media-Sendern auf. Was ist der Grund?
Ja, mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlasse ich MeteoNews. Ich war nun sechs Jahre bei MeteoNews als Moderatorin tätig und konnte mir nebst diesem Job meinen eigenen Brand aufbauen. Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, an welchem ich mich erstens auf meine Selbstständigkeit konzentrieren kann und zweitens neuen Herausforderungen im Bereich der Moderation stellen möchte.
Worauf konzentrieren Sie künftig Ihre Aktivitäten?
Vor allem möchte ich mich in Zukunft auf Eventmoderationen und Onlineproduktionen fokussieren, bin aber natürlich auch offen für ein neues TV-Projekt. Es ist meine Leidenschaft, die Menschen vor der Kamera oder auch live auf der Bühne über eine Thematik zu informieren, Interviews zu führen und den Menschen, die ich vor mir habe, ein gutes Gefühl zu geben.
«MeteoNews ist nicht meine Endstation beim TV»
Dann werden Sie also nicht ganz vom Bildschirm verschwinden?
Ich arbeite sehr gerne vor der Kamera und möchte diese Tätigkeit sicher auch noch ausbauen. MeteoNews ist also nicht meine Endstation beim TV, ihr werdet wieder von mir hören und sehen.
Ist man als «Wettermoderatorin» in seiner Rolle gefangen?
Jein. Die meisten Menschen haben Respekt, dass man fehlerfrei vor der Kamera reden kann. Wir bei MeteoNews schreiben unsere Texte nach dem Briefing durch eine Meteorologin oder einen Meteorologen selber. Wir kreieren eigentlich unsere eigene Wettersendung. Das hat mir immer sehr viel Freude bereitet. Zurück zu der Frage – was ich nie gerne gehört habe ist: Wetterfee. Man sagt auch nicht Newsfee oder TV-Prinzessin. Obwohl eine Fee oder eine Prinzessin ja schon auch sehr cool sein kann. Ich wurde aber immer gerne als Moderatorin angesprochen, denn dies war bei MeteoNews auch meine richtige Jobbezeichnung.
Sie haben über 23'000 Follower auf Instagram, also mehr als eine mittelgrosse Zeitung Leserinnen und Leser hat. Könnten Sie davon bereits leben?
Ja, 23'000 Menschen wissen meistens, was ich mache und wo ich bin, wahnsinnig, oder? Sagen wir es mal so: Mit meinen drei Standbeinen Moderatorin, Model und Content Creatorin kann ich gut und glücklich leben.
Werden Sie wegen Ihrem Instagram-Account bereits auf der Strasse angesprochen?
Das gab es auch schon. Ja, das freut mich sehr. Ich tausche mich gerne mit meinen Followerinnen und Followern aus, um auch mehr über Sie zu erfahren. Ich mag es, neue Menschen kennenzulernen.
Welches sind aktuell Ihre nächsten Projekte?
Es ist viel Verschiedenes am Laufen. Auf meinem Instagram-Account wird man laufend über das Neueste informiert.
«Durch meine Familie habe ich starke Wurzeln»
Sie sind in Nidwalden aufgewachsen, leben heute in Zürich. Hat Sie dieser geografische Wandel stark verändert?
Nein, ich bin immer noch dieselbe naturliebende und bodenständige Lynn. Durch meine Familie habe ich starke Wurzeln. Ich gehe auch sooft es geht nach Hause zu meinen Eltern, Schwestern oder zu meiner Nichte. Da kann ich mal kurz vom Stadtleben Abstand nehmen und viel Natur sowie ganz viel Geborgenheit tanken.
Was vermissen Sie in Zürich am meisten von Ihrer «alten» Heimat?
Ich gehe sehr gerne spazieren oder joggen an der frischen Luft. In Nidwalden konnte ich jeweils einfach aus der Haustüre und hatte die schönste Landschaft und die frischeste Luft direkt vor mir. Hier fahre ich meistens irgendwohin, bis ich mal in der Natur bin. Ich wohne nämlich mitten in der Stadt. Im Moment stimmt es so für mich. Ich liebe ich es, in der pulsierenden Stadt Zürich zu leben.