Vom 4. bis 8. Januar 2013 findet einmal mehr die photo13 statt - die grösste Werkschau für Schweizer Fotografie. In fünf Industriehallen auf dem Maag Areal in Zürich mit 3500m2 Ausstellungsfläche zeigen über 120 nationale und vereinzelt internationale Fotografen ihre Werke. Veranstalterin ist die Agentur Blofeld. Zum Kurzinterview mit der Kuratorin Neomi Gamliel:
Die photo13 ist bereits die 8. Ausstellung dieser Reihe in Folge. Können Sie uns in ein paar Worten sagen, welche Idee hinter dieser jährlichen Veranstaltung steckt?
Es ist die 8. photo-schweiz und die erste, die ich kuratiere. Die Idee hinter der Ausstellung ist, einen repräsentativen Querschnitt durch die Schweizer Fotografen-Landschaft zu zeigen, neue Fotografen zu entdecken und auszustellen und natürlich ebenso etablierte Fotografen.
Was bedeutet es für einen Fotografen, dort ausstellen zu können?
Für viele ist es eine Chance, gesehen zu werden, Aufträge zu generieren und vor allem auch andere Fotografen kennenzulernen. Für die Fotografen, welche schon auf eine teils beachtliche Karriere zurückblicken, ist es immer wieder eine tolle Gelegenheit, mit relativ wenig Aufwand ein riesiges Publikum zu erreichen.
Und wie kommen die Künstler zu dieser Ehre?
Nun, einige werden durch uns eingeladen, da wir sehr von ihrer Arbeit überzeugt sind. Andere konnten uns durch ihre eingesendete Arbeit und manchmal durch die Geschichte hinter der Arbeit überzeugen, dass sie ausgestellt werden "müssen". Am Schluss war es mir wichtig, eine gute Mischung zu erhalten. Spannend für den Zuschauer, gut in der Qualität und mit den unterschiedlichsten Hintergründen, was die Fotografen als Person betrifft. Ich hoffe, das ist gelungen.
Können Sie uns ein paar bekannnte Namen nennen, die dieses Jahr teilnehmen?
Thomas De Monaco, Matthieu Gafsou, Lukas Mäder, Stephanie Dinkel, Noe Flum, Sally Montana, Katrin Elmer, Reto Albertalli, Aleksandra Wisniewska... Phil Jecker, Christian Bobst... Und viele mehr. Ich bin sehr glücklich, so viele tolle Fotografen präsentieren zu dürfen!
Es stellen nahmhafte, aber auch noch junge, unbekannte Talente aus. Ist die Ausstellung u.a. als Karriere-Sprungbrett für den Nachwuchs gedacht?
Natürlich!
Alles begann mit der photo05. Wie hat sich die Ausstellung seither entwickelt?
Sie ist bekannter, vielleicht erwachsener geworden oder besser: reifer.
Weshalb sollten Besucher die photo13 besuchen?
Weil sie umwerfende Arbeiten von tollen Fotografen zeigt. Und neben den Arbeiten auf den Kuben konnten wir auch Alberto Venzago und Fred Mayer mit ihren ausserordendlichen Bildern für die Foto gewinnen. Ausserdem wird das photoForum diesmal richtig Rock'n'Roll!
Welches ist Ihr persönliches Lieblingsbild an der photo13?
Hmm... es gibt da ein paar, die ich jetzt schon liebe... - aber ganz klar bekomme ich von Maurice Haas' "Jesus-Bild" eine Gänsehaut.
Interview: Claudia Thöny