"Ich rechne mit einem vollen Haus"

Swiss Music Awards - Zum ersten Mal im Hallenstadion: Ein Interview mit Executive Producer Oliver Rosa.

Oliver Rosa, die Swiss Music Awards wachsen von Jahr zu Jahr – eine gesunde Entwicklung?
Ja, da die Entwicklung in Schritten und nicht von einem auf den anderen Tag von statten geht. Die Schweizer Musikszene weckt grosses Interesse. Es war uns ein grosses Anliegen Fans bei der Verleihung dabei zu haben, dies ist jetzt möglich.

Bei Bands unterscheidet man ganz klar zwischen jenen, die in Hallen wie der Maag Event Hall oder dem Volkshaus spielen und jenen, die im Hallenstadion spielen. Das sind zwei Paar Schuhe. Die SMA's ziehen vom Schiffbau in die grösste Halle der Schweiz. Wie haben Sie Ihren Anlass dafür fitgemacht, bzw. worauf müssen Sie achten?
Der Anlass funktioniert auch dieses Jahr nach dem selben Prinzip: Die grössten  Künstler der Schweiz und neue Talente werden für ihre Erfolge ausgezeichnet. Dieses Jahr haben wir erstmals acht Showacts auf der Bühne. Wir haben auch die Kommunikationsmassnahmen dem neuen Konzept angepasst.

Wie sieht es mit dem Interesse des Publikums aus? Der Event ist dieses Jahr erstmals öffentlich zugänglich. Werden Sie die Halle vollkriegen?
Die Sitzplätze sind ausverkauft. Wir haben noch vereinzelte Stehplätze im Angebot. Ich rechne damit, dass wir ein volles Haus haben werden!

Wie hoch fallen die Kosten dieses Jahr aus? Das muss ja ein gewaltiger Ansprung im Vergleich zu letztem Jahr sein. Ist das mit einer konkreten Quote verknüpft, welche die TV-Übertragung erreichen muss?
Das Veranstaltungsbudget ist höher als in den Vorjahren. Wir sind neue kommerzielle Partnerschaften eingegangen. Neben unserem bisherigen Presenting Partner Migros, ist dieses Jahr Credit Suisse Viva als Main Sponsor dazugestossen. Über die Höhe des Budgets machen wir keine Angaben. Natürlich ist eine erfolgreiche TV-Show für die Gesamtbetrachtung ein wichtiger Faktor, aber nicht direkt mit dem Budget verknüpft.

Welche Neuerungen gibt es?
Die grösste Neuerung ist der erstmalige Verkauf von Tickets und der damit einhergehende Wechsel der Location. Eine inhaltliche Neuerung ist beispielsweise die Wildcard für die Nomination eines Künstlers für den Best Live Act National, welche unser Partner M-Budget im Vorfeld der Nominationsphase per Online Voting ermittelte.

Die Jury hat mit Christoph Schwegler dieses Jahr einen neuen Präsidenten erhalten. Welche Funktion kommt ihm zu?
Er präsidiert die Jury, welche aus neun Musikjournalisten aus der Deutschschweiz und der Romandie besteht. Sie juriert die Kategorien ergänzend zum Public Voting. Die Jury nimmt damit eine wichtige Aufgabe war. Christoph Schwegler ist ein erfahrener Journalist mit besten Kenntnissen der Schweizer Musiklandschaft und grosser Glaubwürdigkeit.

Sie arbeiten neben den Swiss Music Awards als Berater für Pegasus und Anna Rossinelli und sind auch schon mit Yello in Verbindung gebracht worden. Feilen Sie mit den Künstlern auch an ihren öffentlichen Auftritten wie zum Beispiel an den SMA’s? Wie sollte sich ein Künstler dort geben?
Nein, die künstlerische Darbietung ist Sache des Musikers. Im Fall der Swiss Music Awards ist eine Redaktion in Zusammenarbeit mit der Regie für die Inszenierung des Programms verantwortlich.

Zwei Gewinner sind schon bestimmt: Bastian Baker gewinnt den "Best Act Romandie"-, Züri West erhalten den "Outstanding Achievement"-Award. Wer bestimmt eigentlich die Gewinner von Letzerem?
Der veranstaltende Verein Press Play in Rücksprache mit dem Jurypräsidenten und der Redaktion. Züri West ist eine Institution in der Schweiz. Wir sind sehr glücklich darüber, sie zu ihrem 30 jährigen Bühnenjubiläum mit dem "Outstanding Achievement"-Award auszuzeichnen. 

Welcher Programmpunkt ist der heikelste dieses Jahr?
Es sind nicht einzelne Programmpunkte die uns besonders herausfordern, sondern eher die Abstimmung aller Kategorien und Liveauftritte in der kurzen Zeit. Das ist mit einer komplizierten Logistik verbunden, vor allem bei einer Live TV-Produktion.

Ist mit Überraschungsgästen von Weltformat zu rechnen?
Mit Alex Hepburn, Casper, John Newman, Gotthard, Milky Chance und Sunrise Avenue haben wir ein eindrückliches Line-up an internationalen Künstlern auf der Bühne. Mit Bastian Baker, Gotthard und Pegasus treten drei führende Bands der Schweiz auf, die alle auch auf internationalen Bühnen Erfolge feiern.

Welchem Schweizer Act wünschen Sie 2014 den Durchbruch?
Jedem. Es ist eine grosse Freude zu sehen, wie stark sich Schweizer Musik entwickelt. Mit der Kategorie "Best Talent" prämieren wir in Zusammenarbeit mit SRF 3 neue Talente. Eine der Gewinnerinnen war Steff La Cheffe. Heute ist sie zweifach nominiert für den "Best Hit" und das "Best Album Urban". Es ist fantastisch, dass wir mit den SMA Künstlerkarrieren einen Anschub geben und sie begleiten können.

Fragen: Adrian Schräder//Bilder: Swiss Music Awards