IMAX-Kino wird zum Verkehrshaus-Filmtheater

Luzern - Kino richtet sich neu aus.

Das Verkehrshaus in Luzern löst sich von der kanadischen IMAX Corporation. Es will künftig neben IMAX-Produktionen vermehrt andere Filme zeigen. Das hat Auswirkungen auf den Namen: aus dem IMAX-Filmtheater wird laut Medienmitteilung das Verkehrshaus-Filmtheater. Man stecke zurzeit in Neuverhandlungen für den Vertrag mit IMAX, erklärte Verkehrshaus-Sprecherin Blandina Werren am Dienstag. Diese Änderung steht einerseits in Zusammenhang mit einer neuen Ausrichtung des Kinos, anderseits auch mit der Projektionstechnik im Luzern.

Seit 2008 steht im Verkehrshaus die Dolby 3D Digital-Doppelprojektion mit zwei Christie-Projektoren. Das heisst: Die im Verkehrshaus gezeigten Filme werden zur Hauptsache nicht mehr im 70mm-IMAX-Filmformat, sondern in digitaler Form gezeigt. Zudem zeigt das Verkehrshaus vermehrt Kinofilme und überträgt neuerdings Events wie Opernaufführungen aus der Metropolitan Opera in New York. Anderseits kam das Verkehrshaus bei "Avatar" nicht zum Zug, weil der Film aufgrund vertraglicher Bestimmungen mit dem Vertrieb in den IMAX-Kinos nur mit IMAX- Projektionssytem gezeigt werden durfte.

Die neue Technologie im Verkehrshaus und die damit verbundenen neuen Filmformate sowie die Neuausrichtung des Filmtheaters haben nun laut Medienmitteilung dazu geführt, dass die Beziehungen mit IMAX in gegenseitigem Einvernehmen neu gestaltet werden müssen. Für die Besucher ändere sich nichts, heisst es weiter. Tagüber würden im Stundenrhythmus weiterhin die Dokumentarfilme gespielt, am Abend vermehrt Kinofilme. Das Filmtheater in Luzern mit der grössten permanenten Filmleinwand (knapp 500 Quadratmeter) der Schweiz existiert seit 1996. Im vergangenen Jahr wurden 361'879 Besucher gezählt; das waren 43'686 mehr als 2008. (sda)