Zunehmend mehr Chefs spionieren Mitarbeiter und Jobanwärter über Social Networks aus. Im Zuge einer aktuellen Studie im Auftrag des US-Karriereportals CareerBuilder.com sagten 45 Prozent der befragten Arbeitgeber, sie würden soziale Netzwerke durchforsten, um Informationen zu Bewerbern zu erhalten. Das sind doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Damals hatte eine ähnliche Erhebung ergeben, dass 22 Prozent der Führungskräfte potenzielle Mitarbeiter vorab in Social Networks wie Facebook, MySpace oder LinkedIn auskundschaften.
Die meisten Jobanwärter achten nach wie vor nicht darauf, was oder wie viel sie von sich auf den Networking-Seiten preisgeben und sind sich offenbar nicht darüber bewusst, dass heikle Informationen oder Inhalte sich negativ auf den Beruf auswirken können.
Laut der Studie sagen inzwischen 35 Prozent der Chefs, sie hätten sich aufgrund des jeweiligen Contents auf den Profilseiten gegen einen bestimmten Kandidaten entschieden. Wie ebenfalls aus der Erhebung hervorgeht, ist Facebook derzeit das beliebteste Portal, auf dem die Chefs den Mitarbeitern oder künftigen Mitarbeitern hinterher schnüffeln. Dahinter folgen LinkedIn und MySpace. Auf Twitter recherchieren derzeit rund sieben Prozent der Arbeitgeber Informationen zu den Bewerbern bzw. folgen ihnen. Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitgeber sagten, sie hätten ihre Entscheidungen zur Einstellung oder Nicht-Einstellung einer Person insbesondere auf Grundlage der online gestellten Fotos gefällt. 44 Prozent zeigten sich grundsätzlich abgeschreckt von Hinweisen auf Alkohol- oder Drogenkonsum. (pte)