09.02.2010

Boulevardpresse

Jolie und Pitt verklagen britische Klatsch-Zeitung

"News of the World" vermeldete Trennung des Promipaars.

Angelina Jolie und Brad Pitt sind es gewöhnt, dass sie auf Schritt und Tritt von der Klatschpresse verfolgt werden - doch die Geschichte über ihre angebliche Trennung war dann doch zuviel: Nun verklagt das Paar die britische Klatsch-Zeitung "News of the World". Der Bericht der Sonntagszeitung "News of the World" sei "sowohl falsch als auch aufdringlich" gewesen, teilte die Anwaltskanzlei Schillings Lawyers mit. Sie leitete am High Court in London Rechtsschritte wegen Verleumdung ein.

Das Blatt hatte vor zwei Wochen auf der Titelseite berichtet, dass sich der 46- jährige Pitt und seine zwölf Jahre jüngere Partnerin Jolie bereits auf eine Trennung geeinigt und einen Anwalt eingeschaltet haben. Die Nachricht über das angebliche Ende von "Brangelina" verbreitete sich weltweit in den Medien. Die Zeitung sei nicht der "angemessenen" Forderung nachgekommen, sich bei den Schauspielern zu entschuldigen oder den Artikel richtigzustellen, hiess es in einer Erklärung der Londoner Kanzlei. Die Klage richtet sich gegen den Herausgeber der Zeitung, News Group Newspapers, der zum Medienkonzern von Rupert Murdoch gehört.

Jolie und Pitt sind nicht verheiratet und haben sechs Kinder, drei leibliche und drei adoptierte. Um dem Hype um ihre Trennung entgegen zu treten, hatten sich die beiden am Sonntag beim Super Bowl, dem Finale der amerikanischen Profi- Football-Liga, in schönster Eintracht gezeigt. Dabei küssten und umarmten sie sich ausgiebig in aller Öffentlichkeit. Die Zeitung "News of the World" hatte am 24. Januar berichtet, dass die Trennung unmittelbar bevorstehe und ein Scheidungsanwalt Anfang Januar mit der Regelung des Sorgerechts und der Aufteilung des Vermögens beauftragt worden sei. Die Zeitung wollte sich am Dienstag nicht zu der Klage äussern.

Das Blatt ist bekannt für seine Klatschgeschichten und hatte zuletzt einen Rechtsstreit mit dem früheren Präsidenten des Internationalen Automobilverbandes FIA, Max Mosley, verloren. Die Anwälte Schillings Lawyers sind mit hochkarätigen Themen vertraut. Die Kanzlei vertrat nach eigenen Angaben schon Prominente wie "Harry-Potter"- Autorin Joanne K. Rowling oder den Fussballer Cristiano Ronaldo. (sda)


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