Trotz der Waffenruhe in Syrien ist eine internationale Journalistengruppe im Norden des Bürgerkriegslandes beschossen worden. Mehrere Artilleriegeschosse seien 150 bis 400 Meter von der Gruppe entfernt eingeschlagen, sagte der russische Militärsprecher Igor Konaschenkow der Agentur Tass zufolge am Dienstag. Journalisten aus Bulgarien, Kanada und China hätten «leichte Schrammen» erhalten, hiess es.
Der Beschuss soll nach Konaschenkows Darstellung von türkischem Territorium ausgegangen sein. Die syrische Armee machte Tass zufolge die islamistische Al-Nusra-Front dafür verantwortlich. Die am Wochenende erklärte Waffenruhe gilt nicht für die Extremistengruppe. Das russische Verteidigungsministerium berichtete von 15 Verstössen gegen die Feuerpause innerhalb von 24 Stunden. Zur Überwachung der Lage im Kriegsgebiet verlegte Moskau demnach unter anderem drei Drohnen und zwei Radargeräte auf seinen Militärstützpunkt in Latakia. (sda)