Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung bei Social Networks

Stadt Zürich - Neuauflage von "schau genau!"

Nach grossem Erfolg der Kampagne "schau genau!" gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet, führt die Stadt Zürich ihre Aufklärungsarbeit weiter. Bei der Neuauflage der Kampagne stehen Social Networks und Instant Messenger im Zentrum.

Als erste Stadt der Schweiz hatte Zürich vor einem Jahr die Kampagne gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Internet lanciert. Es ging darum, die Gefahren aufzuzeigen, die im Netz lauern. Im Zentrum standen dabei die Chatrooms, da viele pädokriminelle Übergriffe dort ihren Anfang nehmen.

Jetzt baut die Stadt ihre Kampagne weiter aus, wie das Polizei- sowie das Schul- und Sportdepartement am Montag mitteilten. Es habe sich gezeigt, dass auch bezüglich anderer Onlineplattformen grosser Aufklärungsbedarf bestehe. Im Zentrum stehen nun so genannte Social Networks wie etwa Facebook oder Myspace sowie Instant Messenger wie MSN oder Skype.

Viele Kinder und Jugendliche sind sich gemäss Mitteilung nicht bewusst, dass sie beim Kommunizieren auf Onlineplattformen grosse Risiken eingehen. Sie veröffentlichen zum Beispiel Fotos von sich, die andere Nutzer anschliessend relativ einfach kopieren, verfremden oder für Mobbing missbrauchen können.

"Eltern und Vertrauenspersonen sind in solchen Fällen oft ahnungslos und wissen nicht, wie sie reagieren sollen", wird Stadträtin Esther Maurer in der Mitteilung zitiert. Hier wolle die Kampagne "schau genau!" vertieft Aufklärungsarbeit leisten. Mit verschiedenen Massnahmen soll die Öffentlichkeit informiert werden.

Hauptteil der Kampagne bilden Plakate, Informationsbroschüren und die Website http://www.schaugenau.ch. Weiter wird mit Tramwerbung sowie Bannern auf Onlineplattformen wie bluewin.ch oder msn.ch geworben. Mit Fernseh- und Radiospots soll noch breiter informiert werden. (sda)