Kunstmesse seit Dienstag offen

Art Basel - Vorerst nur für VIP-Gäste.

Mit über 300 Galerien aus fünf Kontinenten hat die Art Basel am Dienstag vorerst für ein ausgewähltes Publikum ihre Tore geöffnet. Die breite Öffentlichkeit hat erst ab Donnerstag Zugang zum weltweit bedeutendsten Marktplatz der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst.
 
Die 44. Auflage der Art Basel hat nur rund drei Wochen nach dem Ende der ersten Art Basel Hong Kong begonnen. Mit ihren drei Standbeinen in der Schweiz, in China und in den USA (Art Basel Miami Beach) könne die Art Basel den Galerien nun eine internationale Plattform bieten, sagte Art-Chef Marc Spiegler am Dienstag vor den Medien.

Für viele sei jedoch die Art Basel selbst dank ihrer Qualität immer noch das Highlight das Jahres sagte Spiegler. Auch dieses Jahr gebe es vieles zu entdecken, nicht zuletzt die neue Ausstellungshalle von Herzog & de Meuron.
 
"Unlimited" so gross wie noch nie
 
Weil diese Halle der Messe zu markant mehr Platz verhilft, konnte dieses Jahr auch im Sektor "Unlimited" so gross angerichtet werden wie noch nie. Zu sehen sind dort 79 grossformatige, teils eigens für die Art realisierte Projekte, die den Rahmen normaler Messestände sprengen.
 
Zu den Highlights der von Giovanni Jetzer, dem Direktor des Swiss Institute in New York kuratierten Projektschau zählen die Verantwortlichen namentlich auch "Two into One becomes Three" des amerikanischen Künstlers Matt Mullican. Mit 22 x 7 Meter ist es das grösste je in diesem Sektor ausgestellte Gemälde.
 
Das VIP-Opening der Sektoren "Unlimited" und "Statements" hatte bereits am Montagabend zahlreiche Prominenz aus der internationalen Kunstszene an die Art gelockt. Zu sehen waren etwa die Künstlerinnen und Künstler John Baldessari, Walead Beshty und Martin Creed, aber auch Theaster Gates, Susan Hiller, Oscar Murillo, Rob Pruitt und David Zink Yi.
 
Auch Direktoren namhafter Museen gaben sich in den Basler Messehallen ihr erstes Stelldichein: Neal Benezra vom San Francisco Museum of Modern Art und Jeffrey Deitch vom Museum of Contemporary Art Los Angeles waren ebenso anzutreffen wie Tate-Modern-Direktor Chris Dercon oder Udo Kittelmann von der Neuen Nationalgalerie in Berlin.
 
Die Welt der Sammler wurde unter anderem durch Estrellita Brodsky, Frank und Cheryl Cohen oder den Schweizer Uli Sigg repräsentiert. VIP-Gäste wie diese haben am Dienstag und Mittwoch die Gelegenheit, an der Art in aller Ruhe Ausschau nach neuen Objekten für ihre Kollektionen zu halten.
 
Dass die beiden ersten Messetage jeweils eine besonders kaufkräftige Klientel anziehen, zeigt sich auch auf dem Flughafen Basel-Mülhausen. Dort wurden in Zusammenhang mit der Art am Dienstag rund 100 und für Mittwoch weitere 50 Privatflugzeuge erwartet. Wegen eines Streiks der französischen Fluglotsen dürfte sich die Ankunft der einen oder andern Maschine verspätet haben.
 
306 Galerien aus 39 Ländern
 
An der 44. Art Basel präsentieren 306 Galerien aus 39 Ländern Werke von rund 4000 Künstlerinnen und Künstlern. Wie schon 2012 erwarten die Verantwortlichen auch heuer 65'000 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt.
 
Begleitet wird die Art Basel auch dieses Jahr von diversen Parallelmessen wie der "Liste 18/ The young Art fair", der Scope oder der Volta. Die Basler Museen warten zudem mit attraktiven Ausstellungen auf. (sda)