Der britische Künstler Douglas Gordon wird mit dem Käthe- Kollwitz-Preis der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet. Der Preis ist mit 12'000 Euro dotiert. Als Vertreter der jüngeren Generation habe der 1966 in Glasgow geborene Gordon der Medienkunst entscheidende Impulse gegeben, teilte die Akademie am Dienstag mit. Zu den wichtigsten Werken gehört die Videoinstallation "24 Hour Psycho", in der Gordon durch Montagen und Verlangsamung Alfred Hitchcocks Film "Psycho" auf einen ganzen Tag ausdehnte. 1996 wurde Gordon mit dem Turner Preis ausgezeichnet.
Gordon sei vor allem daran interessiert, die Erzählstrukturen des gängigen Kinos aufzubrechen, und suche nach neuen Möglichkeiten, sich an Filmen berauschen zu lassen. Der Schotte beteiligte sich international an mehreren Ausstellungen, darunter an der Biennale in Venedig, der Tate Triennial und der Manifesta. Der Preis soll Gordon im September überreicht werden. Träger waren bisher unter anderem Mona Hatoum, Ulrike Grossarth sowie Janet Cardiff & George Bures. (sda/dpa)