"Sennentuntschi"-Regisseur Michael Steiner packt im Interview mit dem "SonntagsBlick" aus. Der ehemalige Geschäftsführer Bruno Seemann sei keine gute Wahl gewesen. Er habe es nicht fertig gebracht, die Zwischenfinanzierung für ausstehende Fördergelder zu sichern. Ausserdem habe Seemann einen Lohn bezogen, der weit über dem vereinbarten Salär gelegen habe. "Wir haben uns geeinigt, dass er für ein Darlehen von 450'000 Franken persönlich haftet und für seine Bezüge selbst geradesteht. Ich bin froh um diese faire Lösung", sagt Steiner. Zudem ergänzt Steiner: "Es wurden nie irgendwelche Fördergelder missbraucht! Jeder Franken floss in den Film."
Persönlich hat Steiner die Geschichte mitgenommen. "Mir und meiner Familie ging es in den letzten Tagen 'u huere mies'", klagt er im Interview. "Dass ich mit Kokain und Callgirls in Verbindung gebracht wurde, geschah aus niederen Motiven. Das hat mich extrem getroffen." An den Vorwürfen sei nichts dran. Er sei kein Kokser, seine Droge sei das Filmemachen. Der 40-Jährige vermutet, dass auf seinem Rücken Filmpolitik gemacht wurde. Man wolle eigentlich nicht ihn, sondern den eidgenössischen Filmförderer Nicolas Bideau schwächen. "Ich weiss mittlerweile, welche Personen diese Gerüchte in Umlauf gebracht haben", so Steiner . Namen will er keine nennen, sagt aber: "Diese Leute begingen Rufmord. Ich werde mir die noch vorknöpfen."

