Die 6500 Tickets für die Energy Fashion Night wurden im Vorfeld allesamt kostenlos abgegeben. Die Energy-Radios und ihre Partner verlosten und verschenkten den Zugang zur nach Angaben der Veranstalter "grössten Fashion- und Entertainmentshow der Schweiz". Ermöglicht wird das durch Sponsoren wie Mercedes-Benz. Die Marken würden sich perfekt ergänzen und der "hochkarätige Anlass gibt uns eine ideale Plattform für die Präsentation unserer Produkte", meint Mercedes-Schweiz-CEO Marcel Guerry laut einer Medienmitteilung. Auch Schmuckhersteller Swarovski und Modemarken wie Beldona oder Schild sind involviert.
Vor der Show war der Laufsteg offen für die Besucher, die sich dort fotografieren lassen konnten. Das wurde ausgiebig genutzt und auf Twitter unter dem Hashtag #EFN14 verbreitet - geschickte Werbung für den Anlass. Vor allem die weiblichen Besucher waren sogar für einen Samstagabend sehr aufgebrezelt, fast ausnahmslos trugen sie High-Heels und zeigten viel Haut. Bei ihren Begleitern sah es unterschiedlich aus: Da ging von Anzug mit Fliege über Jackett und Turnschuhe bis zur Lederjacke fast alles.
Auch der VIP-Bereich war vor der Show gut besucht, man tat sich an den gereichten Häppchen und am Sekt gütlich. Die Prominenz kam vornehmlich aus Showbusiness, Sport und Politik - von FDP-Ständerat Felix Gutzwiller und SP-Nationalrat Matthias Aebischer über GC-Goalie Roman Bürki und Snowboarder Iouri Podlatchikov bis zu Bachelor Vujo Gavric und der amtierenden Miss Schweiz Dominique Rinderknecht.
Der Abend wurde als Weltreise inszeniert. Das virtuelle Flugzeug steuerte vier Stationen an: Die Modemetropolen London, New York, Paris und Tokyo. "Energy Airways bittet alle Passagiere an Bord", wurde stilecht immer wieder ausgerufen. Dann hob der Jet ab mit dem Ziel "Fashion, Lifestyle und Musik zu einem einzigartigen Mix zu verschmelzen", wie es die Moderatoren zu Beginn verkündeten.
Auf dem Laufsteg gab es einerseits das Modeschaulaufen mit bekannten internationalen und Schweizer Models, andererseits Auftritte von Musikern und immer wieder beeindruckende Tanz- und Showeinlagen, von einer Breakdance-Ballett-Mischung zu Bach bis zur humoristischen Nachstellung der letzten Hochzeit im britischen Königshaus.
Die Models stolzierten in Unterwäsche oder in festlichen Roben, aber auch mal ganz strassen- und alltagstauglich über den Laufsteg. Die Frauen und Männer - und vier Kinder - trugen dabei Kleider, Schuhe und Accessoires von Navyboot, Sorapol, Scotch & Soda, Beldona, Marc Stone, Swarovski und Mery's Couture.
Dabei wurde viel tragbare und erschwingliche Mode gezeigt. Die Kleider von Scotch & Soda wurden zum Beispiel in einer alltäglichen Strassenszene inklusive Velos inszeniert. Für Abwechslung sorgten die exzentrischen Kreationen von Sorapol und die Braut- und Abendkleider.
Beim Auftritt der britischen Sängerin Sophie Ellis-Bextor liefen bei den ersten zwei Liedern noch Models vor ihrem Mikrofon hin und her. Doch zum Abschluss hatte sie für ihren alten Hit “Murder on the Dancefloor” die Bühne für sich allein und erhielt vom Publikum eine Standing Ovation.
Auch Remady und Manu-L rissen mit ihren stampfenden Hits die Leute von den Sitzen. Die französische Newcomerin Camélia Jordana trat natürlich in Paris auf, und gegen Schluss rockten die Bündner Plasma die Bühne - bevor sich alle Beteiligten in glitzerndem Konfettiregen verabschiedeten.
Abgefeiert wurde der Anlass davor und danach vor allem in den Publikationen des Medienkonzerns Ringier, zu dem die Energy-Stationen zum grossen Teil gehören. Die Konkurrenz ignorierte den Anlass mit Ausnahme der "Schweiz am Sonntag" mehrheitlich.
Bericht: Lukas Meyer//Bilder: zVg, Keystone