Mozarts "Zauberflöte" kommt auf die Seebühne

Bregenzer Festspiele - Drei Viertel der Karten bereits ausverkauft.

Die Bregenzer Festspiele bringen 2013 und 2014 Mozarts Oper "Die Zauberflöte" auf die Seebühne. Zu den 28 Aufführungen von diesem Sommer werden rund 200'000 Besucher erwartet.

Der Vorverkauf laufe hervorragend. "Bereits 75 Prozent der Karten für das diesjährige Spiel auf dem See sind verkauft", sagte Michaul Diem, Kaufmännischer Direktor der Bregenzer Festspiele, am Dienstag vor den Medien in
Zürich.
 
Wolfgang Amadeus Mozarts Märchenoper, die zuletzt in den Jahren 1985 und 1986 in Bregenz zu sehen war, verbindet eine Liebesgeschichte mit den grossen Fragen der Aufklärung. Sie bezaubert mit Musik zwischen munteren Melodien und verliebten Arien. Das Stück passe perfekt zum Festival-Motto "dem Licht entgegen", sagte Regisseur David Pountney.
 
Intendant als Regisseur
 
Premiere feiert die "Zauberflöte" am 17. Juli. Geplant sind 28 Aufführungen auf der Seebühne, deren Tribüne Platz für 6800 Zuschauer bietet. Regie führt Festspielintendant David Pountney. Der Brite wechselt nach der Saison 2014 an die Walisische Nationaloper und wird von Roland Geyer abgelöst.
 
Die von Johan Engels stammende Kulisse für die Mozart-Oper besteht im Kern aus einer an eine Schildkröte erinnernden Kuppel und drei Drachenhunden, die "Weisheit", "Vernunft" und "Natur" verkörpern. Die Fertigstellung des Bühnenbilds ist für Juni geplant. Die Proben beginnen in den kommenden Wochen, sagte Mediensprecher Axel Renner.
 
80 Prozent eigene Mittel
 
Insgesamt bieten die Bregenzer Festspiele, die bis zum 18. August dauern, 80 Veranstaltungen. Dazu gehören auch Kinder- und Orchesterkonzerte sowie Theater und Kunst auf der Werkstattbühne oder im Kunsthaus. Das Jahresbudget beträgt 20 Millionen Euro. Es werde zu 80 Prozent aus eigenen Mitteln finanziert, sagte Renner.
 
Erwartet werden in diesem Sommer bis zu 200'000 Besucherinnen und Besucher. Erfahrungsgemäss sei das Spiel auf dem See die Lokomotive fürs Rahmenprogramm. "Läuft der Vorverkauf für die Seebühne gut, haben wir auch bei den andern Veranstaltungen mehr Gäste", sagte der kaufmännische Direktor.
 
Uraufführung im Festspielhaus
 
Im Festspielhaus setzen die Veranstalter die Reihe noch nie gespielter Werke fort. Am 18. Juli wird dort die Oper "Der Kaufmann von Venedig" von André Tschaikowsky nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare uraufgeführt. (sda)