Der weltweite Musikmarkt ist weiter auf Talfahrt, es gibt aber auch Lichtblicke: Der Verkauf von CDs und anderen physischen Tonträgern brach international um 12,7 Prozent ein. Gleichzeitig wuchs der Umsatz digitaler Musik um 9,2 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Insgesamt schrumpfte der Umsatz von Tonaufnahmen im vergangenen Jahr um rund sieben Prozent auf 17 Milliarden Dollar. Der Grossteil geht dabei auf das Konto der wichtigsten Märkte USA und Japan, teilte der Weltverband der Phonoindustrie IFPI am Mittwoch in London mit.
Musikpiraterie, also das illegale Herunterladen von Liedern und Alben im Internet, setzt der Branche seit Jahren zu. Dennoch sei in 13 Ländern der Musikmarkt wieder gewachsen, darunter in Australien, Brasilien, Südkorea, Schweden und Grossbritannien, sagte Verbandspräsident John Kennedy. "Zweifelsfrei liegt das Wachstum für die Musikbranche wieder in Reichweite", sagte Kennedy. Dies hänge allerdings davon ab, wie schnell Regierungen gegen Piraterie vorgingen. Das meistverkaufte Album war letztes Jahr das Debüt der schottischen Hobbysängerin Susan Boyle, "I Dreamed A Dream". Es verkaufte sich weltweit 8,3 Millionen mal. Boyle folgten die Black Eyed Peas und Michael Jackson. (sda)