Zwei Stunden nach Eröffnung des Vorverkaufs waren am Donnerstag die 45'000 Tickets für das Zürcher U2-Konzert vom 11. September weg. Dass es etwas länger dauerte als bei solchen Mega-Events üblich liegt laut dem Konzertveranstalter Good News daran, dass erstmals Name und Wohnort angegeben und von den Vorverkaufsstellen kontrolliert werden mussten.
Im Verlauf des Donnerstags sollten die Bestellungen bereinigt werden, um Hamsterkäufern und Schwarzhändlern das Handwerk zu legen. Unrechtmässig bestellte Tickets gelangten laufend wieder in den Verkauf, versicherte Good News am Donnerstag. Der Frust war beim U2-Vorverkauf trotz der angeblich zwei Stunden Dauer nicht geringer als beim 12-minütigen Schnellverkauf der AC/DC-Tickets: In Zürich und Bern beispielsweise waren schon nach 15 bis 20 Minuten am Schalter keine Karten mehr zu haben. Und auch der Internet-Zugang zu Ticketcorner war kurz nach 8 Uhr überlastet.
Nicht jeder Käufer war am Konzert interessiert: Manche verkauften ihre Tickets gleich schon in der Warteschlange zu überhöhten Preisen weiter, berichtete "20 Minuten Online". Und auf Internetplattformen wurden schon zwei Tage vor dem Start des Vorverkaufs Tickets angeboten. Am Donnerstag schliesslich priesen allein auf ricardo.ch fast 500 Verkäufer je 1 bis 8 Tickets an, zusammen also etwa 2000.
Dass viele Angebote unseriös sind, erkennt man unter anderem daran, dass die genaue Bezeichnung der Kartenkategorie fehlt. Im Original kosteten Stehplätze je nach Kategorie 45, 85 oder 380 Franken - ein wesentlicher Unterschied, wenn man bei bis zu 500 Franken teuren Plätzen mitbieten will. (sda)