21.06.2009

CH-Filmpreis

Nächste Runde im Tauziehen um Verantwortung

Filmakademie will raschen Entscheid statt Arbeitsgruppe.

Das Tauziehen um die Gesamtverantwortung für den Schweizer Filmpreis geht in eine neue Phase: Die Filmakademie hat den Vorschlag des Bundesamts für Kultur (BAK) abgelehnt, in einer weiteren Arbeitsgruppe mitzuwirken, die die Modalitäten der Verleihung klärt.

Gleichzeitig betont der Akademievorstand in einem Schreiben den Willen der Filmakademie, Nomination und Jurierung -- und nur das -- zu übernehmen. Da die Vorbereitungen für den Filmpreis 2010 spätestens am 1. Juli beginnen sollten, drängt die Akademie BAK-Chef Jean-Frédéric Jauslin auf einen "definitiven, simplen und mutigen" Entscheid.

Die Gesamtverantwortung für die Organisation des Schweizer Filmpreises lag bisher beim BAK, das einzelne Aufgaben wie Jurierung, Medienarbeit, Nominationsnacht und Preisverleihungsgala delegierte. So übernahm etwa das Schweizer Fernsehen die Gala und Swissfilms die Kommunikation.

Verantwortung abschaufeln

Nachdem früher je eine Kommission Nominationen und Gewinner bestimmte, teilten sich dieses Jahr in einem Kompromiss-Testlauf die 250-köpfige Akademie (Nomination) und eine Kommission (Jury) die Arbeit. Für den Filmpreis 2010 sollte dann die Akademie beides übernehmen.

Diesen Frühling aber teilte Jauslin der Filmakademie mit, dass er noch mehr von ihr will, nämlich die Gesamtverantwortung für Auswahlverfahren, Veranstaltungsorganisation und Kommunikation. Das lehnte die Akademie an einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung Ende Mai ab, worauf Jauslin eine Arbeitsgruppe vorschlug. (sda)


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