Der Genfer Regisseur Daniel Schweizer erlangte in der Schweiz Bekanntheit durch seine Trilogie "Skin or Die", "Skinhead Attitude" und "White Terror" - drei Dokumentarfilme über den Rechtsextremismus. Sein neuster Film behandelt nun ein ganz anderes, aber nicht weniger aufwühlendes Thema. "Dirty Paradise" setzt sich mit dem Kampf der Wayana Indianer gegen tausende illegale Goldsucher auseinander, die ihr Land mit Quecksilber verseuchen. Französisch Guyana ist eine Überseekolonie Frankreichs und somit auch Teil der Europäischen Union.
Zum ersten Mal melden sich die Wayana Indianer selber zu Wort und prangern öffentlich die Konsequenzen des unkontrollierten Raubbaus des "dreckigen" Goldes an. Der Urwald wird zerstört und das Wasser mit Quecksilber und Schlamm verschmutzt. Über die Fische, ihr wichtigstes Nahrungsmittel, nehmen die Wayana das Quecksilber auf, was zu Vergiftungen und drastischen gesundheitlichen Schäden führt. Das Schlimmste wird erst noch kommen. "Dirty Paradise" beleuchtet die Geschichte eines Indianerstammes, welcher sich weigert still und gleichgültig zu verschwinden.
An der Basler Premiere vom 25. Mai, sowie auch an anlässlich der Berner und Zürcher Premiere (29.05. & 06.06.), wird es anschliessend an die Vorführung eine Podiumsdiskussion unter Anwesenheit des Regisseurs und einem Wayana Indianer geben. In Bern wird zudem ein DEZA-Vertreter anwesend sein und in Zürich ein Experte von Greenpeace.