Neues Buch-Projekt

Martin Suter - Massive Kritik an Michael Ringier.

Bestseller-Autor Martin Suter hat ein neues, bisher nicht bekanntes Buch-Projekt, wie er der Zeitung "Sonntag" in einem grossen Interview preisgibt: "Ich will, bevor ich meinen nächsten Roman schreibe, etwas Krimi-Ähnliches anpacken. Es wird eine Art kleiner Roman, der nächstes Jahr auf den Markt kommen soll." Im Mittelpunkt stehe "eine Art Serienheld". Das Buch sei der Pilot dazu. Nach der TV-Verfilmung von "Der letzte Weynfeldt" folgen zudem "Small World" bis spätestens im Januar in den Kinos mit Gérard Depardieu und "Die dunkle Seite des Mondes" mit Oliver Hirschbiegel als Regisseur. Laut Suter startert das ZDF und das Schweizer Fernsehen noch dieses Jahr mit den Arbeiten für den "Teufel von Mailand" und halten eine Option auf "Der perfekte Freund". Für "Der Koch" gebe es "viele Interessenten".

In seinen Büchern seien die Frauen "immer die stärkeren Figuren als Männer, so Suter. Die Frauen sind die heimlichen Hauptfiguren." Schreiben sei für ihn nicht anstrengend, sondern "etwas Tolles." Aber er sei "immer wieder froh", wenn ein Buch fertig sei: "Einen Roman schreiben ist Arbeit, jeden Tag, sieben Tage die Woche." In dem Gespräch äussert Suter weiter massive Kritik an Verleger Michael Ringier. Er habe sich nach wie vor nicht für das Verhalten seiner Journalisten im Zusammenhang mit dem Tod von Suters dreijährigem Sohn entschuldigt. Dabei wurde ein Foto des Kindes vom Grab verwendet. "Blick" und "Schweizer Illustrierte" wurden vom Presserat deutlich gerügt. "Ich arbeite nicht mehr mit Ringier-Medien zusammen - auch mit der "Betty Bossi"-Zeitschrift nicht", so Suter.