Origami-Künstler will lebensgrossen Papier-Elefanten falten

Kunstzentrum KKLB - Die Aktion kostet mindestens 25'000 Franken und soll mit Spenden finanziert werden.

Um einen lebensgrossen Elefanten zu schaffen, braucht es nicht  mehr als ein Stück Papier. Dies will der Luzerner Origami-Künstler Sipho Mabona beweisen. Er will 2014 in Beromünster aus einem grossen Papier einen über drei Meter hohen Dickhäuter falten.

Der 33-jährige Mabona hat am Dienstag über das Vorhaben informiert. Er habe schon Insektenschwärme oder Menschen gefaltet. Nun wolle er zeigen, dass mit einem einzelnen Blatt Papier alles machbar sei und es in Origami (=japanische Papierfaltkunst) kein Limit gebe.

Gefaltet wird der Elefant ab Januar 2014 im Kunstzentrum KKLB beim ehemaligen Landessender Beromünster. Das 225 Quadratmeter grosse Papier wird zuerst den ganzen Saal ausfüllen. Beim Falten wird Mabona die  Unterstützung von drei Assistenten haben.

Teuer und schwer 
Die Aktion kostet mindestens 25'000 Franken. Sie soll mittels Spenden finanziert werden. Der Papierkünstler geht davon aus, dass die Arbeit mindestens zwei Wochen dauern wird. Dank einer Webcam kann die Arbeit des Origami-Teams live im Internet verfolgt werden.

Gefertigt wird das Papier in einer kleinen Fabrik im US-Bundesstaat Minnesota. Es gebe nur wenige Anbieter, die in der Lage seien, solch riesige Papierblätter zu produzieren, erklärt Mabona.

Das Papier muss nicht nur gross, sondern auch robust sein. Es dürfte ein Gewicht von 300 bis 500 Gramm pro Quadratmeter haben, wie Mabona auf Anfrage erklärte. Der Papierelefant wird somit zwischen 70 und 110 Kilogramm auf die Waage bringen. Zum Vergleich: Das Papier für Drucker zu Hause ist 80 Gramm pro Quadratmeter schwer. (sda)