Parlament will keine Brüste auf dem Rathaus

Fribourg - Künstler-Aktion ist damit abgeblasen.

Über dem altehrwürdigen Freiburger Rathaus werden in den nächsten Tagen keine Ballone in Form von weiblichen Brüsten schweben. Der freiburgische Grosse Rat hat am Freitag auf Antrag der SVP eine zuvor vom Ratsbüro erteilte Bewilligung rückgängig gemacht. Mit den Ballonen wollte eine Künstlervereinigung auf eine Ausstellung aufmerksam machen, die der Geschlechtergleichstellung gewidmet ist. Eine der Künstlerinnen hatte die farbigen Ballone entworfen. Mit 44 zu 31 Stimmen sprach sich aber das Kantonsparlament gegen die Ballone aus.

SVP-Fraktionschef Emanuel Waeber begründete den Antrag seiner parlamentarischen Gruppe mit der Aussage, der Grosse Rat dürfe auf dem Rathaus keine militanten Symbole akzeptieren. Eine Mehrheit der CVP-Fraktion wollte laut ihrem Sprecher kein Präjudiz schaffen für Alternativen zur traditionellen Freiburger Fahne auf dem Dach. Der grüne Grossrat Olivier Suter dankte der SVP-Fraktion für die Werbung zugunsten der Ausstellung - Suter ist selber Mitglied der Künstlervereinigung mit dem Namen Charlatan. (sda/dpa)