Trotz massiver Proteste der Kirchen hat der deutsche Leichenpräparator Gunther von Hagens am Mittwoch seinen umstrittenen Online- Shop für Plastinate gestartet. Die gehärteten Präparate von Menschenleichen und Kadavern geschützter Tierarten sollen nur an sogenannte qualifizierte Nutzer wie Ärzte und Wissenschafter verkauft werden.
Die "qualifizierten" Internet-Käufer müssen nach Angaben eines Sprechers einen Fragebogen ausfüllen und an das Plastinarium im brandenburgischen Guben schicken, wo die Präparate hergestellt werden. Auch ein Stempel und eine Unterschrift der Institution müsse vorgelegt werden. Bei Versuchsverkäufen seien bereits etliche Plastinate für etwa 10'000 Euro an qualifizierte Käufer gegangen, berichtete von Hagens.
Andere Tierpräparate, darunter Schmuckarmbänder aus Stierpenis- oder Giraffenschwanz-Scheiben, kann jedermann erwerben. "... modische Accessoires wie Handyanhänger aus Fisch-Scheiben oder Tragetaschen sind echte Hingucker", schreibt das Plastinarium.