26.11.2009

MTV

Produktionen sollen ausgelagert werden

Deutscher Sender prüft Geschäftsmodell.

Der deutsche Ableger von MTV Networks International geht über die Bücher. Das gesamte Geschäftsmodell steht derzeit auf dem Prüfstand. Unternehmenssprecherin Marie-Blanche Stössinger bestätigte gegenüber dem deutschen Branchendienst Kress.de entsprechende Informationen. Das Unternehmen ziehe "die Auslagerung der TV- und Digital-Produktionen in Betracht". Konkret bedeutet das: MTV Networks mit den vier Sendern MTV, Viva, Nick und Comedy Central will nicht mehr selbst produzieren, baut intern Infrastruktur ab und setzt auf eigenständige Produktionsfirmen ausserhalb des Konzerns.

Specherin Stössinger begründet den Schritt folgendermaßen: "Dieser Schritt soll Ressourcen freisetzen, die grössere Flexibilität bei der Produktion und der Auftragsvergabe sowie der Akquisition neuer Inhalte von Partner-Produktionsfirmen erlauben." Betroffen sind die Sender Viva und MTV. Nick und Comedy Central arbeiten bereits ausschliesslich mit externen Produktionsfirmen zusammen.

Nach kress-Informationen soll am Mittwoch Redakteuren und an der Produktion beteiligten Mitarbeitern die Kündigung in Aussicht gestellt worden sein. Stössinger bestreitet das. Es gebe keine endgültigen Entscheidungen. Sie sagt aber auch: "Die Details der Veränderungen werden aktuell mit den betroffenen Abteilungen und dem Betriebsrat besprochen." Die "lokale Relevanz" der TV- und Digital Marken von MTV Networks soll bestehen bleiben. Flagschiffe wie "MTV Home", "Game One" und "VIVA Live!" sowie Formate wie "brand:neu" und "VIVA Spezial" sollen auch 2010 bestehen bleiben. Genauso halte die Sendergruppe an an Musik- und Chartshows wie "VIVA NEU" und "VIVA Top100" fest. Was dies genau für die Schweizer Ableger der Sendergruppe heisst, ist zurzeit noch unklar.


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