Wer sich und den Seinen einen vierbeinigen oder gefiederten Freund unter den Christbaum legen will, soll sich das gut überlegen. Der Schweizer Tierschutz rät von spontanen Tierkäufen ab. Als Überraschung sei das Tier vollkommen fehl am Platz. Wenn das erste Funkeln in den Kinderaugen erloschen ist und der Alltag mit Gassigehen und Käfigausmisten Einzug hält, landen viele verschenkte Tiere im Tierheim, wenn sogar nicht ausgesetzt irgendwo im Wald. Haustiere seien eine anspruchsvolle Aufgabe, mahnen die Tierschützer.
Es stellten sich Fragen von der eigenen Anspruchshaltung gegenüber dem Tier bis hin zur artgerechten Haltung. Hinzu kämen die Kosten vom Futter bis zum Tierarzt, die Unterbringung in den Ferien und vieles mehr. Ist die Anschaffung eines tierischen Hausgenossen in der Familie einmal beschlossene Sache, rät der Tierschutz nicht in den Festtagen dazu, sondern in einer ruhigen Zeit. Der Festtrubel sei denkbar ungünstig zur Eingewöhnung. Unter dem Weihnachtsbaum mache sich Fachlektüre über artgerechte Haltung oder Zubehör wie Körbchen, Fressnapf und ähnliches besser.
Der Tierschutz verweist im weiteren auf die Tierheime, wo viele kleine und grosse Vierbeiner sehnlichst auf ein liebevolles Zuhause warten. Die Tierheim- Mitarbeiter böten genau wie seriöse Züchter und Zoofachgeschäfte kompetente Beratung. Billigangebote im Internet würden hingegen zu unbedachten Käufen verleiten. Skrupellose Händler suchten den schnellen Profit mit der Ware Tier, warnt die Organisation. (sda)