23.09.2018

Hardturm-Areal Zürich

Roger Schawinski kämpft für Fussballstadion

«Das neue Fussballstadion für die Stadt Zürich ist kein politisches Projekt», sagt der Medienunternehmer. Das Pro-Komitee ist auch sonst prominent besetzt.
Hardturm-Areal Zürich: Roger Schawinski kämpft für Fussballstadion
Medienpionier Roger Schawinski setzt sich für ein neues Fussballstadion in Zürich ein. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Zürich brauche endlich ein «echtes» Fussballstadion, lautet die Hauptaussage des prominent besetzten Pro-Komitees «Ja zum Fussballstadion». Ihm gehören unter anderen Roger Schawinski und Beat Schlatter an. Ins Leben gerufen haben es die Verantwortlichen des Projekts «Ensemble».

Das Projekt «Ensemble» der Investoren HRS, Immobilienanlagegefässe der Credit Suisse sowie Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) sieht auf dem rund 55'000 Quadratmeter grossen Hardturm-Areal ein Stadion für rund 18'000 Zuschauer, 174 Genossenschaftswohnungen und zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme mit rund 600 Wohnungen vor. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 570 Millionen Franken.

Leidenschaft für den Fussball

Die Leidenschaft für den Fussball begleite ihn Zeit seines Lebens, sagte Medienpionier und Komitee-Präsident Roger Schawinski am Freitag vor den Medien in Zürich zum Kampagnenstart. Er bedaure, dass die Stadt Zürich kein «echtes» Fussballstadion habe. Das müsse sich nun einfach mal ändern. «Das neue Fussballstadion für die Stadt Zürich ist kein politisches Projekt, sondern ein Projekt für alle Zürcherinnen und Zürcher», wird der Medienunternehmer in einer Mitteilung zitiert. «Die Frage, ob man ein Stadion will oder nicht ist keine Frage der politischen Zugehörigkeit, sondern der Begeisterung für den Sport und für die Stadt.»

Ähnlich argumentierten die weiteren Komitee-Mitglieder. Dazu zählen Schauspieler Beat Schlatter, alt Regierungsrätin Rita Fuhrer (SVP), Fussballerin Meriame Terchoun, Marcel Cornioley, Präsident des Stadtzürcher Fussballverbandes und Christian Portmann, Präsident Wohnbaugenossenschaften Schweiz (Regionalverband Zürich).

Laut Schlatter darf man mit einem Nein nicht die falschen Leute bestrafen. «Die meisten Fans sind keine Hooligans», sagte er vor den Medien. Vor einer Verquickung mit der Hooligan-Problematik warnte auch Schawinski.

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten stimmen am 25. November über das Projekt ab. (sda/cbe)


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KOMMENTARE

Pesche Prader
24.09.2018 13:49 Uhr
Die Idee auf dem Hardturm müsse ein Fussballstadion stehen, ist nicht nur überholt, sondern vom vorigen Jahrhundert. Ein Stadion für ausschliesslich Männer, in einer Zeit, wo die Risiken der Klimaerwärmung in urbanen Gebieten immer akuter werden? Der verdichtete Kreis 5 braucht mehr Erholungsraum, wie ihn die 55‘000 Quadratmeter jetzt bieten. 174 gemeinnützige Wohnungen würden grad noch reinpassen, aber für das Stadion gibt es geeignetere Standorte aus heutiger Sicht. Und dieses erpresserische Argument, dass das Land an die CS zurück gehen würde, wenn kein Sportstadion gebaut würde, stimmt so auch nicht. Richtig ist, dass die CS 2035 EINEN TEIL zurückkaufen KOENNTE. Man hat also noch genügend Zeit für eine kluge und zukunfstorientierte Lösung, was dieses billige Stadion und die billigen Hochäuser nicht sind.
Simon Moser
22.09.2018 22:31 Uhr
Ich fühle mich von den Politikern recht verarscht, die bescheissen uns hier in dem es als gratis Stadion verkauft wird! Die CS ist keine Wohltätigkeitsorganisation, die schenken nichts einfach so, und Fussball ist hier nur ein Vorwand für Profit. Die Stadt unterstützt das Projekt finanziell durch einen grosszügigen Einnahmeverzicht bei den Baurechtsverträgen. Auch die Einnahmeverluste beim Letzigrund bei Wegzug der Clubs und die Heimfallentschädigung für die Wohn- und Geschäftshäuser in 92 Jahren kostet die Stadt massiv Geld. Auch bei einem Konkurs der Stadion Zürich AG, der indirekten Vermieterin des Stadions an die Clubs, muss die Stadt auch hier wieder einspringen! Bail-out und too-big-to-fail, Rettungen der Grossbanken vom Statt lassen grüssen!
Yacine Azzouz
21.09.2018 17:13 Uhr
@Lisa Kromer Was ist eine gemeinnützige Wohnung?
Lisa Kromer
21.09.2018 15:18 Uhr
Die Idee auf dem Hardturm müsse ein Fussballstadion stehen, finde ich überholt. Der verdichtete Kreis 5 braucht mehr Erholungsraum, wie ihn die 55‘000 Quadratmeter jetzt bieten. 174 gemeinnützige Wohnungen würden grad noch reinpassen, aber für das Stadion gibt es geeignetere Standorte aus heutiger Sicht.
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