Zürich brauche endlich ein «echtes» Fussballstadion, lautet die Hauptaussage des prominent besetzten Pro-Komitees «Ja zum Fussballstadion». Ihm gehören unter anderen Roger Schawinski und Beat Schlatter an. Ins Leben gerufen haben es die Verantwortlichen des Projekts «Ensemble».
Das Projekt «Ensemble» der Investoren HRS, Immobilienanlagegefässe der Credit Suisse sowie Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) sieht auf dem rund 55'000 Quadratmeter grossen Hardturm-Areal ein Stadion für rund 18'000 Zuschauer, 174 Genossenschaftswohnungen und zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme mit rund 600 Wohnungen vor. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 570 Millionen Franken.
Leidenschaft für den Fussball
Die Leidenschaft für den Fussball begleite ihn Zeit seines Lebens, sagte Medienpionier und Komitee-Präsident Roger Schawinski am Freitag vor den Medien in Zürich zum Kampagnenstart. Er bedaure, dass die Stadt Zürich kein «echtes» Fussballstadion habe. Das müsse sich nun einfach mal ändern. «Das neue Fussballstadion für die Stadt Zürich ist kein politisches Projekt, sondern ein Projekt für alle Zürcherinnen und Zürcher», wird der Medienunternehmer in einer Mitteilung zitiert. «Die Frage, ob man ein Stadion will oder nicht ist keine Frage der politischen Zugehörigkeit, sondern der Begeisterung für den Sport und für die Stadt.»
Ähnlich argumentierten die weiteren Komitee-Mitglieder. Dazu zählen Schauspieler Beat Schlatter, alt Regierungsrätin Rita Fuhrer (SVP), Fussballerin Meriame Terchoun, Marcel Cornioley, Präsident des Stadtzürcher Fussballverbandes und Christian Portmann, Präsident Wohnbaugenossenschaften Schweiz (Regionalverband Zürich).
Laut Schlatter darf man mit einem Nein nicht die falschen Leute bestrafen. «Die meisten Fans sind keine Hooligans», sagte er vor den Medien. Vor einer Verquickung mit der Hooligan-Problematik warnte auch Schawinski.
Die Stadtzürcher Stimmberechtigten stimmen am 25. November über das Projekt ab. (sda/cbe)
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24.09.2018 13:49 Uhr
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