08.12.2009

Jugendwort des Jahres

"S'Beschte wo's je hett's git's"

Die Deutschen "hartzen" lieber.

Viele schöne neue Wörter haben wir dieses Jahr gelernt: So dürfte uns beispielsweise das "Minarettverbot" – vor kurzem zum Wort des Jahres 2009 gewählt – noch sehr, sehr lange beschäftigen. Auch von der leidigen "Ventilklausel", gewählt zum Unwort des Jahres, wird noch öfter die Rede sein. Viel weniger harzige Diskussionen zieht da die Erwähnung des Jugendwortes des Jahres mit sich: Die Jury um DRS 3 Redaktor Hannes Hug und Kolumnist und Musikjournalist Bänz Friedli erkor nämlich den Ausspruch "S’Bescht wo’s je hät’s git’s" zum neuen non plus ultra des Jugendslangs.

Was bis anhin als geil, cool oder mega gegolten habe, heisse in der Deutschschweiz neu "sbeschtewosjehetsgits!", schreibt die Jury in ihrer Begründung. Dank YouTube fand ein Satz, der im Zusammenhang mit einer Reportage des Lokalfernsehsenders Tele Basel über Partys auf dem Land geäussert wurde, Eingang in die Jugendsprache.

Die Deutschen erkoren in der gleichen Kategorie das Wort "hartzen" zum Sieger. Die Jugendlichen bildeten aus dem umgangssprachlichen Begriff Hartz IV, der unter anderem für das offizielle Arbeitslosengeld II steht, das Verb "hartzen", erklärt die deutsche Jury. Der Begriff bedeutet demnach "arbeitslos sein" oder salopp ausgedrückt auch einfach "rumhängen".


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