Schweiz präsentiert sich an Euro 2016

Maison de la Suisse - Zudem will man auch an Olympia und an der Weltausstellung präsent sein.

Die Schweiz wird sich mit einem "House of Switzerland" an der Fussball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich und an den Olympischen Winterspielen 2018 in Südkorea präsentieren. Dies hat der Bundesrat am Mittwoch entschieden. Er genehmigte auch die Teilnahme an der Weltausstellung 2017 in Kasachstan.

Mit der Landespromotion an den drei Grossveranstaltungen hat der Bundesrat "Präsenz Schweiz" beauftragt, wie das Aussendepartement (EDA) mitteilte. Er stellt dafür Mittel in der Höhe von insgesamt neun Millionen Franken zur Verfügung. Ein Teil der Gelder soll durch Sponsoring erwirtschaftet werden, denn die Auftritte sollen auf der Grundlage von öffentlich-privaten Partnerschaften erfolgen.
 
Voraussetzung für die Präsenz der Schweiz in Paris ist die Qualifikation der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft für die EM-Endrunde. Gelingt das der Schweizer Nati, soll im Zentrum von Paris ein "Maison de la Suisse" errichtet werden.
 
Das Budget für den Auftritt beläuft sich auf eine Million Franken. Es soll vollumfänglich durch Partnerbeiträge und EDA-interne Kompensationen abgedeckt werden, so dass der Bundeshaushalt nicht zusätzlich belastet wird.
 
Für den Auftritt an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchan schätzt der Bund die Nettoausgaben nach Abzug der Partnerbeiträge auf 2,2 Millionen Franken, für jenen an der Weltausstellung in Kasachstan auf 3,15 Millionen Franken.
 
Die Weltausstellung kreist um das Thema "Energien der Zukunft". Die Schweiz wolle ihr Know-how und ihre Innovationskraft im Energiebereich zeigen, schreibt das EDA. Kasachstan sei aufgrund seines wirtschaftlichen Potenzials auch eine interessante Destination für Schweizer Unternehmen.
 
Der Bund will die Aufmerksamkeit von Medien und Öffentlichkeit an den Grossveranstaltungen nutzen, um die Schweiz und ihre Stärken ins Schaufenster zu rücken, ihre Interessen zu vertreten und ihr Beziehungsnetz zu pflegen, wie das EDA schreibt. Dass dies gelingen könne, hätten die Erfahrungen an anderen internationalen Grossveranstaltungen gezeigt. (sda)