"Buenos dias, seguimos en guerra" von Anita Blumer ist am 8. Festival international du film des droits de lhomme in Paris mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet worden. Zudem darf sich "Dirty Paradise" von Daniel Schweizer über den mit 10'000 Franken dotierten Grand Prix de l'Etat de Genève freuen, der im Rahmen des 8. Festival du film et Forum international sur les droits humains in Genf vergeben wurde.
Sowohl Anita Blumer wie auch Daniel Schweizer klagen in ihren Dokumentarfilmen Gewalt und Verletzungen der Menschenrechte in Lateinamerika an. Anhand der Geschichte der Entführung und des Mordes eines jungen Mädchens beschreibt "Buenos dias, seguimos en guerra" die Straflosigkeit, welche in den armen Vierteln von Guatemala City zehn Jahre nach Schluss des Bürgerkrieges immer noch vorherrscht. Daniel Schweizer erzählt die Geschichte der Wayana Indianer im Amazonasgebiet. Die unkontrollierbare Ausbeutung der Goldvorkommen führt zu einer lebensbedrohenden Verschlechterung des Ökosystems.
Die fast zeitgleich in Genf und Paris stattfindenden Filmfestivals zum Thema Menschenrechte sollen das Publikum nicht nur mit Filmvorführungen sondern auch mit Diskussionsforen, an welchen bekannte Künstler und Medienschaffende teilnehmen, sensibilisieren, wie Swiss Films schreibt. Die Jurys beider Festivals haben ihren Grand Prix dem dänischen Dokumentarfilm "Burma VJ, Reporting From a Closed Country" von Anders Ostergaard zugesprochen.

