Schweizer Musikerin und Tänzer in Berlin ausgezeichnet

Grosser Kunstpreis - Sherko Fatah gewinnt den Hauptpreis. Zwei der Spatenpreise gehen in die Schweiz.

Der in Berlin lebende, kurdischstämmige Schriftsteller Sherko Fatah ist neuer Träger des Grossen Kunstpreises Berlin. Zwei der Spartenpreise gingen an die Zürcher Musikerin Marena Whitcher und an das Kollektiv des Luzerner Tänzers und Choreografen Arthur Stäldi.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller verwies vor der Preisverleihung am Mittwochabend darauf, dass der 50-jährige Fatah eine doppelte Verwurzelung in Berlin wie auch in der nordirakischen Heimat seines Vaters habe. "Sein Werk kann uns zumindest helfen, politisch und auch menschlich besser zu verstehen, was sich dort vollzieht."

Fatah, Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen, bewegt sich in seinen Büchern fast immer im Spannungsfeld zwischen arabischer und westlicher Welt. Titel sind etwa die Romane "Im Grenzland", "Das dunkle Schiff", "Ein weisses Land" und "Der letzte Ort". Die Jury sprach dem Autor die mit 15'000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Werk zu, das eine seltene politische und existenzielle Dringlichkeit habe.

Schweizer Musikerin und Tänzer werden ebenfalls belohnt

Die mit jeweils 5000 Euro dotierten Spartenpreise gingen an die Zürcher Sängerin, Multiinstrumentalistin und Komponistin Marena Whitcher, das von dem Luzerner Tänzer Arthur Stäldi mitbegründete Kollektiv laborgras (Darstellende Kunst) sowie an Marta Popivoda (Bildende Kunst), Achim Menges (Baukunst), Rafael Nassif (Musik), Thomas Melle (Literatur), und Andrey Zvyagintsev (Film- und Medienkunst).

Der Grosse Kunstpreis wird im Auftrag des Landes Berlin von der Akademie der Künste vergeben. (sda)