Textnachrichten auf dem Handy haben in den vergangenen beiden Jahren weiter an Beliebtheit gewonnen. Mittlerweile sind SMS sogar das Kommunikationsmittel Nummer eins bei Jugendlichen, wie das Pew Research Center aufzeigt. Obwohl dem Dienst ursprünglich nur eine geringe Bedeutung beigemessen wurde, lassen die Kurznachrichten Social Networks ebenso verblassen wie mobile Telefonate, Instant Messaging oder persönliche "Face-to-Face"-Gespräche.
Die SMS-Nutzung ist selbst seit 2008 trotz des Booms sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter dramatisch gestiegen. Ein Drittel aller US-Teenager mit Mobiltelefon verschickt nun mehr als 100 Textnachrichten pro Tag, womit SMS die beliebtesten Kommunikationsmittel bei Jugendlichen sind. Dem Pew zufolge besitzen rund drei Viertel aller US-Teenager zwischen zwölf und 17 Jahren ein Mobiltelefon. Während sich Jungen beim SMS-Versand mit 30 Messages täglich noch zurückhaltend zeigen, sind die Nachrichten bei Mädchen mit durchschnittlich 80 Mitteilungen pro Tag kommunikationsbestimmend.
Anders als Telefongespräche können Konversationen per SMS vergleichsweise geräuschlos und daher unbemerkt von Autoritätspersonen wie Eltern oder Lehrern geführt werden, weshalb die Kurzmitteilungen besonders bei Jugendlichen beliebt sein dürften. Der Anteil von Teenagern, die zumindest eine Message pro Tag auf dem Handy versenden, ist nach Angaben des Pew von 2008 bis September 2009 von 38 auf 54 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu telefonieren 38 Prozent mindestens einmal täglich am Handy, 30 Prozent nutzen das Festnetz für Gespräche und nur 24 Prozent nehmen Instant Messaging zumindest einmal am Tag in Anspruch. (pte)